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Karl Friedrich Wilhelm Glaser (GND 100288081)


Daten
Nachname Glaser
Vorname Karl Friedrich Wilhelm
GND 100288081
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Wirtschaft


BSB Karl Friedrich Wilhelm Glaser in der BSB

GLASER (Karl Friedrich Wilhelm) geheimer Rath zu Nürnberg. Er wurde den 23. Dezember 1776 zu Baireuth gebohren, und war der älteste Sohn des Johann Wilhelm Christoph Glaser Ansbachischen Kriegsrathes. Am 16. September 1790 fieng er an, das Gymnasium in Baireuth zu besuchen, und legte sich vorzüglich auf das Studium der Physik und Mathematik. Am 27. April 1794 verließ er diese Studienanstalt mit einer Rede De commodis ex Astronomia in humanum genus redundantibus, und gieng nach Erlangen um Kameralwissenschaften und die Rechte zu studieren. Er hörte vorzüglich auch bei Prof. Mayer Physik und Mathematik, bei Hildebrand Chemie, und bei Schreber Oekonomie. Im J. 1796 begab er sich nach Freiberg in Sachsen, wo er seine Einsichten in der Bergbau- und Hüttenkunde, und in den Kameralwissenschaften erweiterte, und wurde, da er nach Baireuth zurückkam, Referendär bei der damahligen Königlich Preußischen Kriegs- und Domänenkammer. Da er 1799 Fabriken-Commissär werden sollte, begehrte und erhielt er seinen Abschied, doch mit Zusicherung, daß, wenn er wieder in Preußische Dienste tretten wolle, seine Wiederaufnahme allezeit erfolgen würde. Er gieng nun nach Nürnberg und trat den 16. Oktober 1802 in fürstlich Löwenstein Wertheimische Dienste als Forst- und Bergrath, und erhielt noch im nämlichen Jahre den 1. Dezember die Stelle eines Löwenstein-Wertheimischen geheimen Rathes und Oberforstmeisters. Er hielt sich zu Nürnberg auf, weil sich daselbst wegen der topographischen Lage der Löwensteinisch-Wertheimischen Besitzungen der Sitz des fürstlichen Oberforstamtes befand. Er war in der Geognosie, im Bergmaschinenwesen, und auch in dem technischen Amalgamiewesen, und im zweckmäßigen Kohlenbrennen sehr bewandert, und starb am 1. Julius 1806. Schriften:

Vergl. Meusel’s gel. Teutschl. B. II. S. 574. B. IX. S. 429. B. XI. S. 272. u. B. XIII. S. 472. K. F. W. Glaser, eine biographische Skizze. 8. 1806. Fikenscher’s gel. Baireuth B. III. S. 55. B. XI. S. 44. u. Zusätze S. 30.

  1. 1. Beschreibung einer neu erfundenen, zur Erhaltung der Augen und zu andern Nebenabsichten sehr bequem eingerichteten, Studier- und Spar-Lampe. Mit 5 Kupfern. Nürnberg b. Raspe. 8. 1796. 39 S. [1]
  2. 2. Versuch einer richtigem Bestimmung und Beschreibung der verschiedenen Arten Pfähle, welche bey dem sogenannten Bauwesen vorkommen. 8. Nürnb. 1803.
  3. 3. Versuch einer richtigern Bestimmung u. Beschreibung des Bodens in architektonischer Hinsicht. ebend. 1803.
  4. 4. Ge. Christ. Löwel’s theoretisch praktische Beschreibung einer neu eingerichteten u. beym Gebrauch als sehr vortheilhaft bewährten Ramm Maschine, zunächst für praktische Mechaniker, Architekten, und Oekonomen (herausgegeben von Glaser). eb. 4. Mit Kupfern. 1803.
  5. 5. Vermischte Abhandlungen, meistens aus dem Gebiethe der Staatswirthschaft und Naturgeschichte. Mit Kupfern. Erster Theil. Nürnb. 1805.
  6. 6. Berichtigung und fromme Wünsche eines Forstmannes an seine Genossen; im Reichsanzeiger 1804. S. 2893. und in der Jenaischen allg. Literaturzeitung 1804. Intell. Bl. n. 47. S. 374.
  7. 7. Verschiedene Aufsätze in Journalen.
  8. 8. Rezensionen in der allg. Literaturzeitung, und in andern gelehrten Zeitungen.
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Fußnoten

  1. s. Jen. Lit. Z. 1797. I. S. 591. Gött. gel. Z. 1796. II. S. 991. Goth. gel. Z. 1798. I. S. 191. Obert. Lit. Z. 1798. II. S. 237.