Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

Alois Hagemeier (GND 100493963)


Daten
Nachname Hagemeier
Vorname Alois
GND 100493963
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Alois Hagemeier in der BSB

HAGEMEIER (Alois), der AG. und Chir. Dr., kurfürstlicher Medicinalrath, oberster Stabswundarzt, dann erster Lehrer der Wundarzneykunde und der Klinik an der chirurgischen Akademie zu München. Er wurde zu Mannheim am 21sten Dec. 1767 geboren, vollendete alle die niedern Studien, die höhern aber, als Philosophie und Physik, zu Heidelberg, wo er sich auch in der Folge dem Studium der Heilkunde widmete, und endlich graduirte. Er unternahm zu seiner ärztlichen Ausbildung beträchtliche Reisen, besuchte die medizinisch-chirurgische Schule zu Strassburg, wo er sich 6 Monate aufhielt, gieng von da nach Paris, wo er unter der Leitung Desaults, bey dem er im Hause wohnte, 3 Iahre hindurch der praktischen Wundarzneykunde und unter Dubois (der in Aegypten war) der theoretischen und praktischen Geburtshülfe oblag. Von da durchreiste er einen grossen Theil Teutschlands, die ganze Schweitz, und kehrte hierauf wieder in sein Vaterland zurück. Im Iahr 1791 wurde er als Lehrer der Anatomie und Direktor des chirurgischen Instituts angestellt. Im I. 1793 gieng er zum zweytenmal nach Paris, um über Calais nach England zu gehen, woran er aber gehindert ward. Im Iahr 1797 erhielt er die Stelle eines pfalzzweybrückischen Medizinalrathes. Er ist der Stifter einer der ersten Badanstalten in Teutschland, welche in Mannheim selbst besteht. Der Plan dieser Anstalt war eigentlich für medizinisch-pädagogische Gymnastik, blieb aber wegen der bald darauf eingetrettenen Zeitverhältnisse unausgeführt. Er gieng auch für einige Zeit nach Wien, um die dortigen Anstalten für Arzney-, Wund- und Thierarzneykunde, dann Geburtshülfe, und die in diesen Fächern daselbst angestellten grossen Männer kennen zu lernen, und er ist der erste Arzt in Pfalzbaiern, der sich, ursprünglich als Arzt, der Ausübung der höhern Wundarzneykunde ex professo widmete.

Er gab heraus:

Badregeln, welche bey dem Gebrauche der Bäder im fliessenden Wasser zu beobachten sind, (Mannheim), 8.

Nachrichten an das Münchner Publikum über Tilg-, Schuz oder Kuhpocken, 8. 1801, 36 S.

S. Annalen der bair. Lit. 1802, Febr. S. 110.

Mehrere Aufsätze im Münchner Intelligenzblatte 1801--1803.

Entwurf einer zweckmässigen Hospitaleinrichtung, 8. 1803.

Medizinisch chirurgischer Studienplan für ärztliche und wundärztliche Bildungsanstalten in Baiern, 8. 1803.


Vorheriger
Vorheriger
Eintrag
Seite 436 Seite 438 Nächster
Nächster
Eintrag