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Franz Christoph Hartig (GND 129473340)


Daten
Nachname Hartig
Vorname Franz Christoph
GND 129473340
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Franz Christoph Hartig in der BSB

Hartig, (Franz Christoph), geboren zu Heldenberg in der Wetterau den 31. Jäner 1750, studirte anfangs im Kloster Ilbenstadt, wo er auch die Singkunst erlernte, und dann 1763 in das Seminar nach Mannheim kam, wo er fünf Jahre lang seine Studien fortsetzte, und sich nebenbei in der Musik vervollkommnete. Er wurde hierauf Kirchen-Musikdirektor zu Oppenheim, wo er zwei Jahre blieb, dann aber sich nach Mainz begab, um dort die Rechte zu studiren. Daselbst wurde er mit dem berühmten Schauspiel-Direktor Theobald Marchand bekannt, bei dem er als Sänger und Schauspieler sich aufnehmen ließ, theils aus Liebe zur Kunst, theils in Erwägung, daß ihm das Studium der Rechtslehre eine späte Versorgung gewähren dürfte. Als der Churfürst Karl Theodor diesen Schauspiel-Direktor mit seiner ganzen Gesellschaft in seine Dienste genommen hatte, kam auch Hartig nach Mannheim. Dem Churfürsten gefiel des jungen Hartig schöne und angenehme Tenorstimme so wohl, daß er ihn dem grossen Sänger Anton Raff, 1771 in die Lehre gab, und bei demselben die höhere Ausbildung im Gesange erhielt. Nachdem Harting daselbst sich gebildet hatte, entfernte ihn der Churfürst von dem deutschen Theater, ernannte ihn zu seinem Hofsänger, und stellte ihn zugleich bei der italienischen Oper an. Hartig sang und spielte in folgenden italienischen Opern mit allem Beifalle: L’incognita persequitata, mit Musik von Guillielmi, 1772; la Secchia rapita, mit Musik von Salieri, 1773; la fiera di Venezia, mit Musik von Salieri, 1773; Lucio Sylla, mit Musik von Bach, 1774; Catone in Utica, mit Musik von Piccini 1774; Günther von Schwarzburg, eine große deutsche Oper, mit Musik von Holzbauer, 1775; Alceste, mit Musik von Schweitzer, 1775; Zemire ed Azore, mit Musik von Gretry, 1776; Rosamunda, mit Musik von Schweitzer, 1777; Telemaco, mit Musik von Grua, 1779; Armida, mit Musik von Prati. 1783 und 1785; Castore e Polluce, mit Musik von Vogler, 1786 und 1787. Gegenwärtig lebt er zu München in Pension.


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