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Philipp Jakob Heisler (GND 100868304)


Daten
Nachname Heisler
Vorname Philipp Jakob
GND 100868304
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Philipp Jakob Heisler in der BSB

HEISLER (Philipp Jakob) der Rechte Doktor: gebohren am 3. Dezember 1718 zu Stiefenhofen unweit Lindau am Bodensee. Er kam im achten Jahre seines Alters zu seines Vaters Bruder, einem Dekan und Pfarrer in der Constanzer Diöces, bey dem er in den ersten Anfangsgründen unterrichtet wurde, dann bey den Jesuiten zu Mindelheim die Humaniora, und bey jenen zu St. Salvator in Augsburg Philosophie und Theologie studierte. Er gieng aber in Augsburg unvermuthet zur protestantischen Cofession über, und reisete im Jahre 1741 mit Empfehlungsschreiben vom Pastor und Senior Urlsperger versehen, nach Halle ab, hörte daselbst Philosophie und Rechte, und ward 1750 derselben Doktor. Im Jahre 1752 wurde er an der Universität zu Halle ausserordentlicher, und 1754 ordentlicher Professor der Rechte, und Beysitzer der Juristenfakultät. Er hatte einen deutlichen und überzeugenden Vortrag, bereitete sich immer sorgfältig auf seine Vorlesungen vor, war überhaupt unermüdet fleißig, und starb am 24. November 1781. Seine Schriften:

Vergl. Weidlich’s zuverläß. Nachrichten von jetztleb. Rechtsgelehrten B. IV. S. 305--311. Weidlich’s biograph. Nachrichten B. I. S. 266--271. und B. V. S. 113. Adelung’s Forts. von Jöcher. B. II. S. 1881. Meusel’s Lexikon verstorbn. Schriftsteller B. V. S. 316--318.

  1. 1. Diss. inaug. de pupillariter substituto heredes legitimos, praecipue matrem pupilli excludente. 4. Halae 1750. [1]
  2. 2. De jure retentionis. ib. 1751. [2]
  3. 3. De rei nunquam possessae per actionem Publicianam vindicatione. ib. eod. [3]
  4. 4. De justis poenam mitigandi causis in criminibus. ib. 1752. [4]
  5. 5. Diss. de liberis; positis in conditione, comprehensis etiam in dispositione. ib. 1754. [5]
  6. 6. De nuda proprietate pleno dominio, ut et proprietatis domino servitutem imponente. ib. 1756. [6]
  7. 7. De jure accrescendi in legatis semper jure non decrescendi. ib. 1759. [7]
  8. 8. De expensis criminalibus in processu inquisitionis. ib. 1769.
  9. 9. Epistola gratulatoria, de decimis Hebraeorum. ib. eod.
  10. 10. Diss. de fratrum germanorum liberis, sive cum fratre defuncti unilaterali, sive cum fratris unilateralis filiis, sive cum thiis defuncti concurrant, secundum novellam 118. cap. 3. in repraesentationis in stirpes succedentibus. 4. ib. 1775. Es erhielten diese und die obigen Disputationen zusammen auch den allgemeinen Titel: Exercitationum academicarum ad diversas materias juris pertinentium fasciculus de annis 1750--1775. 4. Halae Salicae. 1776.
  11. 11. Erörterung der Rechtsfrage: ob in denen Dienstbarkeiten der Herr des Dienstbaren Gutes zu repariren schuldig sey? in den Wochentlichen Hallischen Anzeigen 1754. n. 37. u. 38.
  12. 12. Rechtliche Prüfung des gemeinen Satzes in der Rechtsgelahrtheit, daß die verneinende Dienstbarkeiten durch bloße Verträge ohne Uebergabe erlanget werden? ebendas. 1756. n. 22. u. 23.
  13. 13. Rechtliche Erörterung der Frage: ob Jemand, der mit einer Person sich öffentlich verlobet, nachhero aber deren leibliche Schwester beschlafen, die Erlaubniß, diese oder jene heurathen zu dürfen, wohl erhalten könne? ebend. 1757. n. 41 u. 42.
  14. 14. Der 172ste u. 174ste Artikel der peinlichen Halsgerichtsordnung Kaisers Karl V. aus den Glaubenssätzen und der Liturgie der römischen Kirche erläutert; eb. 1758. n. 36--40.
  15. 15. Von der Wirkung der stillschweigenden Codicillar Clausel, besonders in demjenigen Fall, wenn der Testierer solche Personen, welchen derselbe einen Pflichttheil schuldig ist, mit Stillschweigen übergangen; ebend. 1759. n. 41--44.
  16. 16. Unvorgreifliche Gedanken über einige in dem Geschäfte der Gleichmachung der durch feindliche Infasion erlittenen Schäden festzusetzende Grundsätze; ebend. 1761. n. 45--47.
  17. 17. Von dem Beweis einer rechten Nothwehr; eb. 1764. n. 43--46.
  18. 18. Nochmalige Erörterung der Rechtsfrage: wer in denen Servituten zu repariren schuldig sey? eb. 1765. n. 1--14.
  19. 19. Von Verjährung der Blutschande und übrigen fleischlichen Vermischungen in verbotenen Graden; eb. 1767. n. 18--21.
  20. 20. Ob die Zulaßung eines Juden Eides wider einen Christen bedenklich sey? eb. n. 17. 19. 20.
  21. 21. Ob die Ehe eines Sohnes mit der Mutter seiner Stiefmutter den Rechten nach zugelassen sey? eb. 1772. n. 24--26.
  22. 22. Eheliche Verbindung mit des Stiefsohnes nachgelassener Wittwe, wie auch mit der verstorbenen Stieftochter Mann; eb. 1774. n. 15--16.
  23. 23. Von der Zuläßigkeit einer Ehe mit des Bruders Tochter; eb. 1775. n. 38 u. 39.
  24. 24. Erörterung der Frage: ob eine Person, so unter väterlicher Gewalt Geld erborget, nach der Erledigung von solcher Gewalt aber etwas davon bezahlet, auch den Rückstand zu bezahlen schuldig sey? ebendas. 1777. n. 10--13.
  25. 25. Sind Eltern ihre Kinder, welche sich wider ihren Willen verheurathen, zu enterben befugt? eb. 1779. n. 5--8.
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Fußnoten

  1. s. Erlang. gel. N. 1751. St. 5. S. 36. Hamburg. freye Urtheile 1750. St. 87.
  2. s. Regensb. gel. Z. 1751. St. 37.
  3. s. Erlang. gel. Z. 1751. St. 46. S. 361. Hamb. freye Urtheile. 1751. St. 76.
  4. s. Regensb. gel. Z. 1752. St. 40.
  5. s. Hallische Beytr. zur jur. gel. Historie St. 2. S. 396.
  6. s. Hallische Beyträge St. 6. S. 388.
  7. s. Reg. gel. Z. 1759. St. 29.