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Elias Friedrich Heister (GND 129507423)


Daten
Nachname Heister
Vorname Elias Friedrich
GND 129507423
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Kunst


BSB Elias Friedrich Heister in der BSB

HEISTER (Elias Friedrich) Medikus; war am 28. April 1715 zu Altdorf gebohren, wo sich damahls sein Vater, der berühmte Helmstädtische Professor der Medizin, Lorenz Heister aufhielt. Von früher Jugend an bewies er das glücklichste Talent, und einen allgemein bewunderten Witz. Schon in seinem zwölften Jahre verfertigte er Uebersetzungen aus mehreren Sprachen, und gelungene teutsche und lateinische Gedichte, und schon in seinem fünfzehenten Jahre trat er als Schriftsteller auf. Im Jahre 1731 fieng er zu Helmstädt die akademischen Studien an, wo sein Vater sein vorzüglichster Lehrer war, unter dem er auch 1732 De foliorum utilitate in constituendis plantarum generibus iisque facile cognoscendis disputirte. Im Jahre 1734 machte er eine Reise durch Niedersachsen, 1735 gieng er nach Berlin, um sich in der Chemie und Chirurgie zu üben, und 1736 nach Leipzig, wo er seine medizinische Studien fortsetzte. Im J. 1738 erhielt er zu Helmstädt die medizinische Doktorswürde, 1739 wurde er als Mitglied in die Kaiserliche Akademie der Naturforscher, und als Adjunkt in die medizinische Fakultät zu Helmstädt aufgenohmen. Als er im Jahre 1740 eine Reise nach Holland machte, starb er den 11. November schnellen Todes zu Leiden, erst fünf und zwanzig Jahre alt. Seine Schriften.

Vergl. Jöcher’s Gel. Lexikon B. II. S. 1459. Götten’s gel. Europa Th. I. u. III. Will’s u. Nopitsch Nürnb. Gel. Lex. B. II. S. 76. u. B. VI. S. 49. Memoria E. F. Heisteri in Commercio lit. phys. Med. 1741. S. 105.

  1. 1. Oratio de utilitate literarum elegantiorum in Medicina. 4. Helmst. 1730.
  2. 2. Poetische Beschreibung der Salzburgischen Emigranten. 4. Hannov. 1732.
  3. 3. Epistola anglico sermone exarata, de Analogia inter Theologiam et Medicinam, ad D. Jo. Sigm. Hachnium. Fol. Helmst. 1732.
  4. 4. Jac. Douglassii descriptio anatomica peritonaei et membranae cellularis; aus dem Englischen in das Lateinische übersetzt, mit Anmerkungen. 1733 u. 1737.
  5. 5. Nachricht von dem Leben und Thaten des englischen Augenarztes Taylor. 8. Helmstadt 1736.
  6. 6. Apologia pro Medicis, qua eorum depellitur cavillatio, qui Medicinam ad Atheismum aliosque in Theologia errores abducere perhibent. 8. Amsterd. 1736.
  7. 7 Diss. inaurg. de cura principum circa sanitatem subditorum. Helmst. 1738.
  8. 8. Epistola de mente a corpore humano natura sua longe diversa. 4. ibid. eod.
  9. 9. Diss. chirurg. de nova brachium amputandi ratione. ib. 1739.
  10. 10. Oratio de hortorum medicorum in Academiis utilitate. ib. eod.
  11. 11. Diss. med. de quartana et Hydrope per corticem peruvianum curatis. 4. ib. 1740.
  12. 12. Einzelne lateinische und teutsche Gedichte.
  13. 13. De brachio per ignem destructo, et peculiari illud amputandi methodo; in Actis Acad. nat. curios. B. V. observ. 138.
  14. 14. De phellandris, foeniculo equino seu aquatico vulgo dicto; ibid. obs. 139.
  15. 15. De gangraena et sphacelo pedis cortice peruviano curatis; ibid. obs. 156.
  16. 16. De plantis quibusdam perennibus, quae vulgo pro annuis habentur; ibid. obs. 157.
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