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Franz Christoph von Herz in Herzfeld (GND 100994016)


Daten
Nachname von Herz in Herzfeld
Vorname Franz Christoph
GND 100994016
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Franz Christoph von Herz in Herzfeld in der BSB

von HERZ in Herzfeld (Franz Christoph), wircklicher Hofrath und Professor der Institutionen zu Salzburg, ein Sohn des Vorigen, und geboren zu Salzburg am 8ten Oktober 1712. Er stand unterm 6ten Februar 1734 bey der juristischen Fakultät, nach vollendeten Studien der Rechtsgelehrsamkeit, eine feyerliche Prüfung aus, und praktizirte dann zu Wien und Graz einige Zeit. Nach seiner Zurückkunft wurde er am 3ten Iän. 1736 zum salzburgischen wirklichen Hofrath ernannt, und am 2ten April 1738, als sein Vater sich schon in kränklichen Gesundheitsumständen befand, erhielt er eine ausserordentliche juristische Lehrstelle, und am 27sten August desselben Iahres die Doktorswürde. Nach dem im Iahr 1739 erfolgten Tode seines Vaters übernahm er das ordentliche Lehramt der Institutionen. Er suchte die Kultur der teutschen Rechtsgelehrsamkeit empor zu bringen, und war der Erste, der an der salzburgischen hohen Schule ein teutsches Kollegium practicum zu lesen anfieng. Er war überhaupt ein Mann von herrlichen Talenten, und einem sehr geläuterten Geschmack, aber leider! schon in den Tagen seiner Iugend mit der Plage eines siechen Körpers heimgesucht, und wurde seinem Vaterlande durch einen frühzeitigen Tod entrissen; denn er starb nach einem eilfmonatlichen Krankenlager am 1sten Iänner 1752 in einem Alter von 39 Iahren, 2 Monaten und etlichen Tagen.

Seine Schriften sind:

Exercitationum iuridicarum iurisprudentiam elementarem illustrantium specimen I. et II. Salisburgi, 4. 1745.

  • Zufällige Gedanken von der heutigen Rechtsgelehrsamkeit und üblichen Prozessform, 4. (ohne Iahrzahl und Druckort) ohne Zweifel 1750. 16 Bogen.

Conspectus iurisprudentiae elementaris in usum auditorum secundum §§. institutionum imperialium adornatus, 4. Salisburgi 1751.

Thematum promiscuorum ius Romano-germanicum specimen I. prolegomena iurisprudentiae tum publicae, tum privatae exhibens, 4. ib. 1751.

Ob die von ihm gehaltne Rede: Oratio academica de illustribus et nobilibus, qui gradu doctoratus insigniti sunt, die er selbst in den zufälligen Gedanken von der heutigen Rechtsgelehrsamkeit S. 50 anführt, auch gedruckt worden, ist ungewiss.

S. Eigne Sammlungen. Zauners biograph. Nachrichten, S. 83--86, und den Nachtrag, S. 16. Regensburger gel. N. 1750. S. 326.


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