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Franz Ioseph von Herz in Herzfeld (GND 100163963)


Daten
Nachname von Herz in Herzfeld
Vorname Franz Ioseph
GND 100163963
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Politik


BSB Franz Ioseph von Herz in Herzfeld in der BSB

von HERZ in Herzfeld (Franz Ioseph), wirkl. geheimer Rath und Professor des teutschen Staatsrechts zu Salzburg. Er war zu Babenhausen in Schwaben geboren, wo sein Vater ein Weinwirth gewesen. Die niedern Klassen studirte er zu Augsburg unter den Iesuiten, und die Rechtswissenschaft zu Salzburg, wohin er in Gesellschaft eines jungen Grafen von Fugger als dessen Famulus und Mitschüler gekommen war. Er erhielt am 3ten Dezember 1706 die Lizentiatenwürde aus beiden Rechten, und wurde 1707 salzburgischer Konsistorial- und Hofrathsadvokat. Seine Talente leuchteten so sehr hervor, dass ihn der damalige Erzbischof Iohann Ernst, ein Kenner und thätiger Beförderer guter Köpfe, noch im nämlichen Iahre aus eignem Antriebe zum wirklichen Hofrathssekretäre und bald darauf zum wirklichen Hofrath ernannte. Im Iahr 1717 den 16ten März wurde er an der hohen Schule in Salzburg zum Doktor der Rechte befördert, und zum ordentlichen Professor der Institutionen ernannt. Im Iahr 1722 bekam er das Lehramt der Pandekten, und 1730 die Professur des teutschen Staatsrechts, neben welchem er auch das Natur- und Völkerrecht erklärte. Er wurde in den Reichsadelstand mit dem Beynamen; von Herz in Herzfeld, und zugleich unterm 4ten Oktober 1729 zur Würde eines salzburgischen geheimen Raths erhoben. Sein Vortrag war sehr gründlich, bestimmt und fasslich: er erwarb sich allgemeine Achtung, wurde von seinen Zuhörern geliebt, und von seinem Fürsten geschätzt. Er starb am 8ten November 1739 in einem Alter von 58 Iahren.

Seine Schriften sind:

Tractatus de fide pacta publico -- privata, fol. Salisburgi 1719.

Magistratus Romano -- germanus processu historico legali repraesentatus, fol. ibid. 1722. Editio tertia curante filio Franc. Christophoro, 4. 1737. Editio novissima, 4. 1764.

Beatus civis ex aggregatione bonorum, 4. Salisburgi 1727.

Elementa iurisprudentiae feudalis ex iure germanico, longobardico, legibus imperii et moribus curiarum feudalium hodiernis, commoda auditoribus causarum, ut vocant, methodo adornata, 4. ibid. 1728.

Examen iuris publici Romano-germanici, per generalia axiomata adornatum, antehac (von Iakob Brunemann) in lucem datum Halae Magdeburg anno 1714, nunc pro praevia summorum capitum notitia, hoc loco typis commissum, notis auctum, et nonnunquam monitis perstric tum, ad declinanda sequiora principia. Praemittuntur etiam prolegomena, quibus periodi imperatorum et imperii, ortus et progressus huius disciplinae, nec non fines, seu territoriorum imperii summariter exhibentur. Cum facultate superiorum, 8. Salisburgi 1730. (Ohne Vorbericht und Register 424 S.

Historia civilis de quatuor mundi monarchiis, potissimum vero de quarta Augusto -- Carolina seu Romano -- germanica cum variis observationibus iuris, fol. Salisb. 1734.

S. Zauners Biograph. Nachr. von salzburg. Rechtslehrern, S. 75--78, und den Nachtrag S. 14--15. Zauners syllabus rect. magnif. Salisb. S. 12. die Note.


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