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Johann Christian Jahn (GND 135854660)


Daten
Nachname Jahn
Vorname Johann Christian
GND 135854660
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Johann Christian Jahn in der BSB

JAHN (Johann Christian) Pfarrer zu Weissenstadt im Baireuthischen. Er wurde am 3. Junius 1756 zu Culmbach gebohren, wo sein Vater Stadtmusikus war, verlor aber, ehe er noch das zweyte Lebensjahr vollendete, seine beiden Eltern zugleich an einer hitzigen Krankheit, die im siebenjährigen Kriege von einquartirten Soldaten ins Haus gebracht ward. Er fieng mit dürftiger Unterstützung zu studieren an, kam 1768 auf das Gymnasium zu Coburg, und 1773 auf die Universität zu Erlangen, wo er von seinem Onkel Professor Harleß in das Haus genohmen, und zum Informator seiner Kinder bestellt wurde! Im J. 1776 erhielt er die Collaboratur der beyden ersten Klassen am Gymnasium zu Erlangen, und 1777 die Aufnahme in das eben errichtete philologische Seminar. Im J. 1779 wurde er Conrektor in Culmbach, wo er vierzehen Jahre lang sehr viele Arbeit, und sehr geringen Gehalt hatte, und 1793 Pfarrer zu Weissenstadt, wo er den 21. September 1805 starb. Seine Schriften:

Vergl. Heerwagen’s Nachrichten vom Culmbach. Schulwesen Th. 15. S. 142--144. Meusel’s gel. Teutschl. B. III. S. 511. u. B. X. S. 13. Fikenscher’s gel. Baireuth B. IV. S. 392--396.

  1. 1. Progr. Nonnullae variae Juvenalis lectiones Satir. I. Culmbaci. 4. 1780. Specimem II. 1783. Specimen III. 1785.
  2. 2. Pr. Specimen comparationis idyllii XI. Theocriti cum Ecloga II. Virgilii. ibid. 4. 1781.
  3. 3. Versuch zur Landesgeschichte, Mangersreuth betreffend. 4. ebend. 1782. 2tes Stück 1785. 3tes St. 1788. 4tes Stück 1790. 5tes Stück 1791.
  4. 4. Ankündigung einer teutschen Redekunst; nebst einigen kurzen Anmerkungen über die Methode, den Stil junger Leute zu bilden. 4. eb. 1784.
  5. 5. Versuch in Werken der Beredsamkeit; bestehend aus Reden, die bei öffentlichen Feyerlichkeiten gehalten wurden, zum Besten der Schulen herausgegeben. 8. Nürnb. u. Altd. b. Monath 1788. 381 S. [1]
  6. 6. Einige Anmerkungen über die geringe Frequenz der meisten mittlern Schulen, und besonders des Culmbachischen Lyceums. 4. Culmb. 1789.
  7. 7. Rhetorisch poetisch praktische Anthologie, zum Besten der Schulen. Erster Band. Hildburghausen b. Hanisch. 8. 1792. 408 S. [2]
  8. 8. Aesthetisch-praktisches Handbuch, zum Besten der Schulen. 8. Frankf. u. Leipzig b. Gebhard u. Körber 1792. 191. S. [3]
  9. 9. De fatis scholarum gentis christianae. Prolusio I. Culmb. 4. 1792.
  10. 10. Grundlinien der Vernunftlehre, Ontologie und Moralphilosophie; zum Gebrauch der Schulen. 8. Nürnb. b. Grattenauer 1793. 220 S. [4]
  11. 11. Materialien zur Bearbeitung teutscher und lateinischer Briefe u. Reden für die mittlern Schulen. 8. eb. 1795.
  12. 12. Mehrere Programmen bey Schulfeyerlichkeiten. Culmb. 1780--1792.
  13. 13. Seine teutsche Redekunst, und eine auch angekündigte philosophische Encyklopädie, sind nicht erschienen.
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Fußnoten

  1. s. Obert. Lit. Z. 1789. I. S. 729. Jen. Lit. Z. 1789. I. S. 303. Allg. t. Bibl. B. 94. I. S. 117.
  2. s. Jen. Lit. Z. 1794. II. S. 68. Neue allg. t. Bibl. B. 1. I. S. 18.
  3. s. Neue allg. t. Bibl. B. 1. II. S. 422. Jen. Lit. Z. 1794. II. S. 112.
  4. s. Nürnb. gel. Z. 1794. S. 322. Neue allg. t. Bibl. B. 10. II. S. 320.