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Johann Karl König (GND 10019561X)


Daten
Nachname König
Vorname Johann Karl
GND 10019561X
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Politik


BSB Johann Karl König in der BSB

KÖNIG (Johann Karl) Doktor der Rechte; am 10. März 1705 zu Nürnberg gebohren, studirte zu Altdorf und Marburg, kehrte von da über Halle, Leipzig, und Jena im J. 1730 nach Hause zurück, und hielt sich hernach eine Zeit lang zu Wien auf, um sich mit der Verfassung des Reichshofraths bekannt zu machen. Der damahlige Holländische Gesandte Marines de Gallieris am Reichstage zu Regensburg nahm ihn als Hofmeister seines Sohnes zu sich, und machte ihn in der Folge zu seinem Gesandtschafts Sekretär. Während den Reichstagsferien gieng König nach Altdorf, und erwarb sich 1736 die juristische Doktorwürde. Als sein Principal von Regensburg abberufen wurde, kehrte er nach Nürnberg zurück, und ward 1737 Advokat. Er unterrichtete dabey junge Leute, schrieb Bücher und verfertigte auf Verlangen Consilia und Responsa. Durch Empfehlung des Freyherrn von Ickstadt wurde er im J. 1742 ordentl. Professor der Rechte zu Marburg, folgte aber 1750 dem Rufe nach Halle als ordentl. Professor des Staatsrechts, und Beysitzer der Juristenfakultät, mit dem Charakter eines Königl. Preußischen Hofrathes. Er starb am 24. Dezember 1753. Schriften:

Vergl. Programma funebre: Pietatis officium memoriae J. C. König publice praestitum, auctore Frid. Wideburg. Fol. Halae 1753. 4 Bog. Weidlich’s Geschichte der jetztleb. Rechtsgelehrten Th. I. S. 485--489. Weidlich’s vollst. Verzeichn. aller zu Halle herausgek. jur. Disput. Anhang S. 48. Hallische Beyträge z. jur. Gel. Historie B. I. St. 2. Will’s u. Nopitsch Nürnb. Gel. Lex. B. II. S. 328--339. u. B. VI. S. 235. Schmersahl’s neue Nachrichten von verst. Gelehrten B. II. S. 329--335. Pütter’s Literatur des teutschen Staatsrechts Th. II. S. 117. Strieder’s Hessische Gel. u. Schriftst. Gesch. B. VII. S. 229--235. Hirsching’s Handbuch B. III. Abth. 2. S. 332. Meusel’s Lexikon verst. Schriftst. B. VII. S. 207--210. Rotermund’s Lexikon B. III. S. 651. Ladvocat’s Handwörterbuch B. VIII. S. 182.

  1. 1. Diss. inaug. de jure accrescendi in legatis. Altd. 4. 1736.
  2. 2. Gründliche Abhandlung von den teutschen Reichstagen überhaupt, und den noch fürwährenden zu Regensburg insberondere; aus dem teutschen Staatsrecht, den Reichstags Verhandlungen, u. gegenwärtiger Observanz hergeleitet u. entworfen. Erster Theil. Nürnberg. 8. 1738.
  3. 3. Selecta juris publici novissima, worinn das Merkwürdigste, was sich an grosser Herren Höfen, ingleichen bey allgemeinen Reichs u. Kreisversammlungen, oder sonst im heiligen Römischen Reich vor Kurzem zugetragen, u. sowohl in die Staats u. Reichs Angelegenheiten, als in die Kirchen- Polizey- u. Jurisdictional- Lehen- Militär- Commercien- u. Cameralsachen einschlaget, befindlich. Erster Theil. Frankf. u. Leipz. 8. 1740. 2ter u. 3ter Theil. eb. 1741. 4ter Theil. 1742. 5ter u. 6ter Theil. Marburg 1743. 7ter Th. eb. 1744. 8ter u. 9ter Th. eb. 1745. 10ter 11ter u. 12ter Theil. Ulm 1746. 13ter u. 14ter Theil. eb. 1747. 15ter u. 16ter Th. Frankf. 1748. 17ter u. 18ter Theil. eb. 1749. 19ter u. 20ter Th. eb. 1750. 21. 22. u. 23ter Th. 1751. 24. 25. u. 26ter Th. 1752. 27ter Theil. 1753. 28ter Theil. Ulm 1753. 29ter Theil. eb. 1754.
  4. 4. Anton Faber’s fortgesetzter europäische Staatskanzley. 79ter Theil. Nürnb. 8. 1741. 80. u. 81ter Th. 1742. 82. u. 83ter Theil. 1743. 84. u. 85ter Th. 1744. 86. u. 87ter Theil. 1745. 88. u. 89ter Theil. 1746. 90ter Theil 1746. 91. u. 92ter Th. 1747. 93. u. 94ter Th. 1748. 95. u. 96ter Theil 1749. 97. u. 98ter Theil 1750. 99. u. 100ter Theil 1751. 101. 102. u. 103ter Th. 1752. 104ter Theil 1753.
  5. 5. Gründliche Nachricht von denenhohen Reichs Vicariats Gerechtsamen, u. was dieserhalb auf erfolgtes Ableben Ihro Kaiserl. Maj. Carl VI. weiter Merkwürdiges vorgefallen. Erster Theil. Frankf. u. Leipz. 8. 1740. 2te Ausg. Marburg 1743. 2te Abhandlung von des hohen Reichsvicariats Gerechtsamen, u. was dieserhalben bis auf erfolgte Wahl Ihro Röm. Kaiserl. Majestät Carl VII. Merkwürdiges vorgefallen. Marburg 1742. 3te Abhandlung von den hohen Reichs Vicariats Gerechtsamen. Halle 1753.
  6. 6. Progr. de Vicarii potestate in partibus regni Arelatensis et Italiae. 8. Marburgi 1742.
  7. 7. Oratio inaug. de optima ratione componendi litem super exercitio Vicariatus in partibus Rheni, Sueviae et Franconici juris diu multumque agitatam. 4. ib. eod.
  8. 8. Diss. de parentibus inter librorus disponentibus eorumque juribus. ib. 1744.
  9. 9. De juramento appellationis, ad §. 118 Recessus imperii de anno 1654. ib. 1745.
  10. 10. Progr. de defectu et imperfectione scientiarum. Fol. ib. eod.
  11. 11. Pr. in obitum Joh. Casp. Sautoroc Philos. Professoris. ib. eod.
  12. 12. Pr. de modo intercedendi Corporis Evangelicorum. ib. 1746.
  13. 13. Oratio de jure intercedendi Corporis Evangelicorum tam in causis religionis quam in politicis. ib. eod
  14. 14. Progr. de subditi jure agendi ex transactione principis contra possessorum rei suae. ib. 1747.
  15. 15. Pr. ad aud. Orat. inaug. Nicol. Quil. Schröderi de causis neglectae linquae hebraeae et optima eas tollendi ratione. 4. ib. 1748.
  16. 16. Pr. in obitum Joh. Adami Koppii Vicecancell. Regim. ib. eod.
  17. 17. In obitum Joh. Frid. Hombergk zu Vach, Vicecancell. Acad. Marburgens. ib. eod.
  18. 18. Diss. de Archi-Marschallo Augustae Imperatricis. ib. eod.
  19. 19. Diss. de insigni differentia Directorum Comitiorum et Circulorum S. R. lmperii. 4. Halae 1750.
  20. 20. De differentiis juris Romani et Germanici in concedenda venia aetatis. ib. 1753.
  21. 21. Erörterung der Rechtsfragen: ob und in wiefern die Kammerzieler unter den Reichs u. Kreisanlagen begriffen sind? in den Hallischen gelehrten Anzeigen 1750. n. 38. u. 39.
  22. 22. Von einem sogenannten Schnitterurtheil; ebend. 1751. n. 2.
  23. 23. Erörterung der Rechtsfrage: ob ein Erb u. Gerichtsherr die von seinen Vorfahren gegen ein gewisses jährliches Frohngeld erlassene, sofort verjährte Hand- und Anspann-Dienste anstatt der bedungenen Frohngelder fordern könne, oder nicht; ebend. n. 38.
  24. 24. Von Handwerksmißbräuchen überhaupt, und insbesondere von Erörterung der Rechtsfrage: Ob gegen des Magistrats Decreten u. des Handwerks Willen ein fremder Meister in die Innung aufgenohmen werden könne, oder nicht? ebend. 1752. n. 16. u. 17. Steht auch in Siebenkees Beyträgen zum teutschen Recht Th. 1. n. 3.
  25. 25. Von der Clausul: Nach Strenge des Leipziger Wechselrechts, u. ob an Orten, wo weder das Leipziger, noch sonst ein anderes Wechselrecht eingeführt ist, darauf erkannt werden könne? ebend. 1753. n. 13. Steht auch in Siebenkees jurist. Magazin B. 1. n. 27.
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