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Johann Erasmus Kindermann (GND 116172169)


Daten
Nachname Kindermann
Vorname Johann Erasmus
GND 116172169
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Johann Erasmus Kindermann in der BSB

Kindermann, (Johann Erasmus), geboren zu Nürnberg den 29. März 1616, war ein sehr guter Organist, in welcher Eigenschaft er auch in seiner Vaterstadt in der Kirche zum heil. Egid angestellt wurde, und daselbst den 14. April 1655 gestorben ist. Von ihm wurden folgende Musikalien durch den Druck bekannt: a) Musica catechetica, oder musikalischer Hauptkatechismus, auf die sechs Hauptstücke desselben eingerichtet, wobei noch zween Gesänge vor und nach dem Essen, samt einem Morgen- und Abend-Seegen von 5 Stimmen und einem Generalbaß sich befinden. Dieses Werk wurde dem Magistrate zu Ulm gewidmet, und zu Nürnberg 1646 gedruckt. Harmonia organica, enthält 14 Präludien, 8 Fugen, 2 Intonationen, und ein Magnifikat octavi toni von 6 Versen. (Nürnb. 1645.) c) Vier Bücher-Sonaten, und Canzonen. (Nürnb. 1653.) d) Neu verstimmte Violen-Lust mit 3 Violinen, nebst einem Generalbaß. (Frkft. 1652.) e) Dilherrns evangelischer Schluß-Reimen der Predigen, 1, 2 und 3ter Theil, mit 3 Stimmen, nämlich 2 Discanten und einem Baß, zu einem Positiv-Regal, Spinet, Clavicymbel oder Theobe[1]. (Nürnb. 1652.) f) Dialogus: Mosis Plag, Sündern Klag, und Christi Abtrag, auf die Passionszeit und sonsten täglich zu musiciren, bequemlich mit 1, 2, 3, 4 und 6 Stimmen, nebst dem Generalbaß. (Nürnb. 1642.) Cornel. á Beugh. Bibl. Math. p. 339.


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Fußnoten

  1. Dieses Instruments bediente man sich ehedem bei der Kirchenmusik und bei Opern. Die Theobe ist eine Gattung Laute, von der sie sich durch einen längern Hals und tiefere Saiten unterscheidet. Sie hat im Basse acht starke einfache Saiten ausserhalb des Griffblattes, die fast zwei Mal so lang, als jene der Laute sind. Die übrigen Baßsaiten sind zweichörig, und um eine Octav höher gestimmt. Der Erfinder dieses Instruments soll Bardella, ein Italiener, gewesen seyn.