Iohann Damascen Kleinmayern (GND 101080484)

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Daten
Nachname Kleinmayern
Vorname Iohann Damascen
GND 101080484
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Religion

KLEINMAYERN (Iohann Damascen), Benediktiner zu Wessobrunn in Oberbaiern, ein Bruder des Vorigen; geboren zu Zell im Zillerthal im Salzburgischen am 19ten Okt. 1735. Im I. 1750 studirte er zu Salzburg die Philosophie, tratt 1751 zu Wessobrunn in den Benediktinerorden, und studirte die Theologie im gemeinschaftlichen Studium der baierischen Benediktnerkongregation, und zu Rom im Kollegium St. Paul. Von Rom reisete er nach Neapel, und nach andern Städten Italiens, und wurde nach seiner Zurückkunft in sein Kloster im Iahr 1758 Priester. Er studirte dann noch im Konvikt zu Salzburg das geistliche und Civilrecht, wurde 1762 bey dem gemeinschaftlichen Studium der Benediktinerkongregation Professor des kanonischen Rechts und der Moraltheologie, und 1767 Professor der heiligen Schrift und der griechischen Sprache. Im I. 1770 wird er Pfarrer zu Isseldorf, und 1772 Superior der Mission zu Schwarzach. Am 3ten Nov. 1773 wurde er an der Universität zu Salzburg zum Doktor der Rechte befördert, und übernahm hierauf das ordentliche Lehramt des Kirchenrechts, erhielt auch am 7ten Nov. den Charakter eines Salzburgischen geistlichen Rathes. Nach Langhaiders Tod ist er am 21sten Iänner 1788 zum Rector magnificus, und am 28sten darauf zur Würde eines hochfürstlich Salzburgischen geheimen Rathes erhoben worden. Das Lehramt des Kirchenrechts verwaltete er bis zum Ende des Schuljahrs 1789, wo er dasselbe an P. Korbinian Gärtner abtratt, das Universitätsrektorat aber bekleidete er bis auf den 7ten Mai 1792, an welchem Tage er alle seine akademischen Würden niederlegte, und in sein Kloster nach Wessobrunn zurückkehrte. Im Iahr 1793 wurde er Superior an dem Wallfahrtsorte Pilgertshofen unweit Wessobrunn.

Er gab heraus:

Vetus et nova disciplina de proprio ordinandorum episcopo 1763.

Systema de perficiendo studio theologico in studio communi congregationis Benediktino-Bavaricae, 4. Tegernsee 1765.

System des geistlichen Rechts, Salzburg 1767.

Exercitatio academica de conciliis apostolorum, 8. Salisb. 1778.

  • Gregorii Zallwein principia iuris ecclesiastici universalis et particularis Germaniae, IV. tomis comprehensa. Editio II. priore multum emendatior, et locupletiore indice provisa, cui etiam praeter nonnullas adnotationes brevis synopsis de vita auctoris accessit, 8. Aug. Vind. 1781.
  • Meine Gedanken von den Gränzen der gesetzgebenden Gewalt und Gerichtsbarkeit der Kirche, 8. Frankf. und Leipz. (Salzburg) 1782.

Trauerrede auf den hochwürdigen Herrn Herrn Beda, Abt zu St. Peter in Salzburg, gehalten am 28sten Dec. 1785, fol. Salzb. 1786.

Klage gegen die Professoren zu Salzburg, den Visitatoren der Universität übergeben, den 6ten Mai 1792; in den Urkunden zur neuesten Universitätsgeschichte von Salzburg, S. 25--60.

S. Eigne Sammlungen. Ekkards lit. Handbuch Th. I. S. 99, und Th. II. S. 248. Meusels gel. Teutschl. 3te Ausg. S. 560, 4te A. und 5te A. B. IV. S. 115. Weidlichs biogr. Nachr. von Salzb. Rechtslehrern S. 141--144, und Nachtrag S. 23. Zauners syllabus rectorum magnific. univ. Salisb. S. 28. Catalog. monach. congr. Benedikt. bav. 1795.
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