Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

P. Liberat. Kufner (GND 129475904)


Daten
Nachname Kufner
Vorname P. Liberat.
GND 129475904
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB P. Liberat. Kufner in der BSB

Kufner, (P. Liberat.), zu Hohenburg in der obern Pfalz 1731 geboren, lernte die Orgel spielen und den Generalbaß bei dem berühmten Organisten, Johann Baptist Rueder[1], studirte in Amberg, und trat 1750 in den Franziskaner-Orden. Er gehörte unter die ersten Klavier- und Orgelspieler, und verstand den Kontrapunkt vorzüglich. Sein Spiel auf der Orgel war meisterhaft, und im Phantasiren und Präambulen zeichnete er sich nicht nur durch eine Fülle herrlicher und gut geordneter Gedanken, sondern auch in der Ausführung einzelner Thema durch alle Tonarten, durch Variationen, durch einen vier- und fünfstimmigen Vortrag derselben, und endliche Umstaltung des Thema in eine einfache oder Doppelfuge vorzüglich aus, und erregte so die Bewunderung aller Tonkünstler und Kenner, die ihn spielen hörten. Er war ein wahrer Freund der Musik, und bildete viele musikalische Zöglinge aus freiem Antriebe. Sein Lohn für die sich mit denselben gegebene Mühe war das Bewußtseyn, Tonkünstler und Freunde der Musik gebildet, und Männer dem Vaterlande gegeben zu haben, die nicht nur einen Tonsinn besitzen, sondern auch die Musik praktisch ausüben und erhalten. Ein gutes frohes Herz -- pflegte er zu sagen -- liebt die Musik, und wer für Musik kein Gefühl hat, der verräth kein gutes Herz. Der Verfasser dieses Werkes erinnert sich mit Vergnügen von diesem herrlichen Tonkünstler seine Ausbildung im Generalbasse und im Orgelspielen erhalten zu haben, und hält es für Pflicht ihm dieses kleine Denkmal seiner Dankbarkeit hierfür setzen zu können. Wie groß dieses Mannes Neigung zur Tonkunst gewesen, kann man hieraus wahrnehmen, daß, wenn er auch am Podagra krank darnieder gelegen, er doch seinen Zöglingen Unterricht im Klavierspielen gab, und hierbei -wie er selbst gestand -- Linderung seiner Schmerzen zu fühlen glaubte. Pater Liberat starb im Kloster Berchtholsgaden 1799.


Vorheriger
Vorheriger
Eintrag
Seite 160 Seite 161 Nächster
Nächster
Eintrag


Fußnoten

  1. S. Rueder.