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Johann Baptist Lasser (GND 121067939)


Daten
Nachname Lasser
Vorname Johann Baptist
GND 121067939
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Johann Baptist Lasser in der BSB

Lasser, (Johann Baptist), ein berühmter Tenorist, wurde zu Steinkirchen in Niederösterreich den 12. August 1751 geboren, studirte in Linz, wohin er als Knabe kam, und im dortigen Seminar aufgenommen wurde. Er lernte daselbst auch Musik und zeichnete sich vorzüglich durch eine sehr gute Stimme aus. Als er seine Studien daselbst vollendet hatte, begab er sich nach Wien, und ertheilte in der Musik Unterricht. Im Jahre 1782 heirathete er daselbst im Monate Jäner die Sängerinn Joh. Roithner,[1] mit der er sich 1783 zum Theater nach Brün begab, daselbst drei Jahre verblieb, und dann zu dem von Linz kam, wo er die Direktion des Theaters übernommen hatte, und dieselbe zwei Jahre behielt, dann aber aufgab. Im Jahre 1788 gieng er nach Grätz, und sang und spielte dort mit seiner Frau mit eben jenem großen Beifalle, den er auf den vorigen Theatern sich schon erworben hatte. Im J. 1791 kam er nach München, wo er bei Hofe eine Sopran, Contrealt, Tenor und Baß-Arie sang, und auf dem Violon ein Konzert spielte.

Dem Churfürsten Karl Theodor gefiel seine Stimme, und sein schöner Vortrag, seine vortreffliche Methode u. s. w. ausserordentlich und ernannte ihn daher zu seinem Hofsänger mit einem ansehnlichen Gehalte. Lasser war für die Musik so sehr eingenommen, und hatte so viele Einsichten in dieselbe sich durch eigenes Studium erworben, daß er nicht nur Messen, Litaneien u. dgl. komponirte, die sehr geschätzt wurden, sondern auch Musiken für deutsche Opern schrieb, die bei ihrer Aufführung sehr gefielen. Diese Opern sind: a) Cora und Alonzo; b) die kluge Wittwe; c) der Kapellmeister, und; d) das Mädchen im Thurme, oder die unruhige Nacht. Als er 1797 in Berlin gewesen, erwarb er sich auch dort durch seinen schönen Gesang, und sein vortreffliches Spiel auf dem Violon allgemeinen großen Beifall. Lasser, der wegen seiner Kunst, und seines guten moralischen Charakters sehr beliebt und allgemein geschätzt war, starb zu München den 21. Oktober 1805.


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Fußnoten

  1. S. Roithner, (Johanna).