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Johann Philipp Lembke (GND 102571929)


Daten
Nachname Lembke
Vorname Johann Philipp
GND 102571929
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Johann Philipp Lembke in der BSB

Lembke, (Johann Philipp) geboren zu Nürnberg 1631, lernte bei Matheus Weyer und Georg Strauch die Malerkunst, und ahmte den Bourguignon und Bamboccio[1] in Feldschlachten, Belagerungen, Jagden etc. nach. Seine Gemälde zeugen von Kraft, schöner Erfindung und Lebhaftigkeit. Er erhielt den Ruf nach Schweden, wo er das königl. Schloß Drottningholm mit seinen Gemälden zierte, und starb im 82sten Jahre seines Alters zur Schande seiner Zeit, wie der Graf von Tessin sagt, in der größten Armuth zu Stockholm 1713. Lembke äzte auch einige Kupferplatten. Tessin Briefe an den Kronprinzen von Schweden. (Leipzig 1756.) Doppelmayr am a. O. S. 265. Im hintersten Zimmer der obern Gallerie des Rathhauses zu Nürnberg befindet sich ein Gemälde von diesem Künstler, das die Schlacht des Josua mit den Amalekitern vorstellt, und das er 1651, ehe er nach Italien reisete, gemalt hat. v. Murr Merkw. S. 402.


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Fußnoten

  1. Sein eigentlicher Name ist: Peter von Leer zu Naarden, einem Städtchen in Holland, 1613 geboren, und Schüler des Johann del Campo. Seine eigentliche Ausbildung erhielt er in Italien, wo er zu Rom hochgeachtet und theuer bezahlt wurde. Claudius Gelée, Poussin und Sandrart waren seine Freunde. Nach einem 16jährigen Aufenthalt in Rom begab er sich 1639 nach Amsterdam, und dann nach Harlem. Er soll 1673 aus Verdruß gestorben seyn, weil man Wouwermann’s Werke den seinigen vorzog. Seine Gemälde stellen Feldschlachten, Räuberbanden, Jagden, Jahrmärkte und Landschaften vor. Seine Zeichnung ist fein und richtig, die Färbung lebhaft und natürlich. Seine Einbildungskraft begabte seine Werke mit einer Verschiedenheit, die ihnen Vorzüge gewährt. Die Abänderung der Luft behandelte er dergestalt geschickt, daß man in seinen Landschaften sogar die Tagszeiten zu unterscheiden weiß. Descamps. T. II. p. 205. Mannlich. B. I. S. 243. Siehe Rugendas, (Georg Ph.)