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Georg Gotthelf Liebeskind (GND 129477699)


Daten
Nachname Liebeskind
Vorname Georg Gotthelf
GND 129477699
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Georg Gotthelf Liebeskind in der BSB

Liebeskind, (Georg Gotthelf), wurde den 22. Nov. 1732 zu Altenburg geboren, und kam mit seinem Vater, der vortrefflich den Fagott zu blasen verstand, und eben deßwegen von Markgrafen Friedrich als Musikus an seinen Hof berufen wurde, nach Baireuth. Der Vater wollte ihn ebenfalls zum Fagottisten bilden; allein der Sohn hatte keine Freude mit diesem Instrumente; aus eigenem Antriebe ergriff er die Flöte, und machte auf derselben bessere Fortschritte im Lernen. In seinem siebenzehnten Jahre spielte er zum ernen Male bei Hofe ein Konzerte. Die Markgräfinn bemerkte die gute Anlage des jungen Liebeskind, und schickte ihn nach Berlin, um dort unter Quanz sich zu bilden. Quanz übertrug anfangs den Unterricht dem Flötenspieler Lindner, er selbst nahm ihn erst nach zwei Jahren vor, und verfeinerte nur die Methode und den Geschmack im Vortrage. Als Liebeskind von Berlin zurückekam, und im Konzerte zu Baireuth sich hören ließ, erregte er allgemeine Bewunderung, und der Markgraf war äußerst mit seiner Kunst zufrieden.

Als der Markgraf Christian Friedrich gestorben war, wurde das Hoforchester von Baireuth nach Ansbach i. J. 1769 versetzt, und mit ihm auch Liebeskind. Von diesem seinem neuen Wohnorte wurde er öfters zur Herzoginn von Würtemberg nach Phantasie, einem Lustschlosse bei Baireuth, eingeladen, und brachte da manche Woche zu. Diese Herzoginn war für seine Kunst dergestalt eingenommen, daß sie vom May sein Portrait malen ließ, und dasselbe in ihrem Konzert-Saale neben denen eines Benda, Graun, Hasse u. Quanz aufhängen ließ. Liebeskind blies die Flöte ausnehmend schön, mit einer Leichtigkeit, die nie eine Schwierigkeit verrieth, und wußte einen vollen angenehmen Ton aus diesem Queerholze zu bringen. Sein Vortrag mit Ausdruck und Geschmack entzückte, und durch ein Adagio verstand er den Zuhörer zu einem sanft melancholischen Gefühl umzustimmen. Meusel’s Miszellen etc. Heft. 9. S. 152.


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