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Lukas Konrad Pfandzelt (GND 129181765)


Daten
Nachname Pfandzelt
Vorname Lukas Konrad
GND 129181765
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Lukas Konrad Pfandzelt in der BSB

Pfandzelt, (Lukas Konrad) wurde zu Ulm 1716 geboren, lernte die Malerkunst bei seinem Vater, wornach er bei den beßten Meistern Deutschlands arbeitete, und sich eine besondere Geschicklichkeit im Kopiren[1] guter Gemälde eigen machte. Im Jahre 1741 erhielt er den Ruf nach St. Petersburg, wo ihm die Ausbesserung schadhaft gewordener Gemälde und deren Aufsicht übertragen wurde.


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Fußnoten

  1. Die Unterscheidung der Originalien von guten Kopien ist die schwerste Aufgabe für einen Kenner. Es können hierbei verschiedene Grade der Vollkommenheit statt finden; eine gute Kopie kann dem Original getreu, aber sklavisch nachgeahmt seyn; sie kann mit Leichtigkeit, aber ohne Treue verfertigt seyn, sie kann endlich leicht und doch getreu dem Originale seyn. Kopien erster Art ahmen Zeichnung und Färbung genau nach; aber die im Original sich auszeichnenden kecken Pinselstriche, und die frei aufgesetzten Lichter sind hier steif und ängstlich aufgetragen. Solch’ eine Kopie ist daher nur in der Ferne von Wirkung, in der Nähe täuscht und genügt sie dem Auge des Kenners nicht. Auch haben solche Kopien, wenn sie nicht in den ersten zwei oder drei Jahren verfertigt worden, trotz aller Akkuratesse einen dunklern Ton, besonders in dem Schatten, als die Originale. Die reichten aber nicht treuen Kopien, täuschen höchstens beim ersten Anblicke; bei näherer Betrachtung verrathen sie sich durch Abweichung in den Formen und Behandlung der Formen. Die dritte Art aber, welche Leichtigkeit mit Treue verbindet, setzt oft den geübtesten Kenner in Verlegenheit, besonders wenn die Kopie bald nach dem Originale gemalt werden. In solchen Fällen übrigt nur zu historischen Nachrichten seine Zuflucht zu nehmen. Nur diese haben die Entscheidung gegeben, daß unter den vier Bildern Johann des Täufers von Raphael, wovon eines zu Paris, ein anderes zu Bologna, ein drittes zu Rom und das vierte zu Florenz sich befand, die man alle für Originale hielt, jenes zu Florenz das ächte sey. J. D. Fiorillo. Th. I. S. 326.