Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

Georg Gottlieb Plato (GND 100258263)


Daten
Nachname Plato
Vorname Georg Gottlieb
GND 100258263
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Georg Gottlieb Plato in der BSB

PLATO sonst Wild genant (Georg Gottlieb) Syndikus zu Regensburg; daselbst, wo sein Vater Johann Christoph Wild des innern und geheimen Reichsstädtischen Rathes Mitglied war, am 22. Mai 1710 gebohren. Da ihn Heinrich Johann Plato, des innern Rathes Mitglied in Regensburg, aus besonderer Zuneigung durch ein feyerliches Instrument adoptirte, so legte er den Nahmen Wild ganz ab, und führte den Nahmen seines Gönners und Wohlthäters Plato sein ganzes Leben hindurch. Er widmete sich anfangs der Arzneywissenschaft, und genoß auf der Universität zu Strasburg den Unterricht der Professoren Salzmann, Pöckler, Sachsen, und der Doktoren Linderer, Eisenmann und Nicolai. Nach einem Aufenthalt von dritthalb Jahren gieng er von Strasburg nach Leipzig, verwechselte die Medizin mit der Rechtsgelehrsamkeit, und studirte dieselbe unter den Professoren Müller, Gebauer, Gribner, Hommel, Bauer, Thomasius und Frankenstein. Nach Endigung seiner fleißig benützten Universitätsjahren, und nach verschiedenen Reisen durch Teutschland, kam er wieder in seine Vaterstadt Regensburg, und wurde daselbst im Jahre 1736 Stadtgerichts-Beysitzer, im Jahre 1742 Syndikus, mit Besorgung der geheimen Reichsstädtischen Registratur, und 1743 zugleich Stadtschreiber. In seinen Amtsgeschäfte freyen Stunden war die vaterländische Geschichte sein Lieblingsstudium. Die Akademie der Wissenschaften in München ernannte ihn 1760 zu ihrem Mitgliede. Er starb zu Regensburg am 8. September 1777. Seine Schriften:

Vergl. Hirschings hist. lit. Handbuch B. VIII. Abth. 1. S. 46. Meusels Lexikon verst. Schriftst. B. X. S. 452. Erlang. gel. Anmerk. und Nachr. 1777. S. 424. Nürnberg. gel. Zeitung 1777. S. 814. Westenrieders Geschichte der baier. Akad. der Wiss. B. I. S. 50. 71. 109. 128 und 443. Ladvocats Handwörterbuch B. VI. S. 1621.

  1. 1. Ursprung des Regensburgischen Hannsgrafenamtes. 4. Regensb. 1762. [1]
  2. 2. Muthmaßungen, warum der auf K. Ludovici IV. goldener Münze vorkommende doppelte Adler der teutsche Reichsadler nicht seyn könne? 4. eb. 1762. [2]
  3. 3. Untersuchung, ob die von Hrn. Johann Georg v. Eckhart in der Erklärung eines alten Kleinodienkästleins auf der dritten Kupfertafel vorgestellte, mit n. 20 und 21. bezeichnete Münzen Heinrich Herzogen zu Braunschweig zuzuschreiben sind, oder nicht? Mit Kupf. eb. 4. 1765.
  4. 4. Schreiben an Hrn. G. Fr. Berberich zu Frankfurt, die in dessen Münzkabinet befindliche Hofgaismarische Münze betreffend. Mit Kupf. eb. 4. 1765.
  5. 5. Regensburgisches Münzkabinet, oder Verzeichniß der des heil. R. R. Stadt Regensburgischen Current- und Schaumünzen, nebst einem Anhang von bischöflich Regensburgischen Münzen. 8. eb. 1769. 1779 und 1799.
  6. 6. Muthmassungen, daß die Bojoarii nicht von den Gallischen Bojis, sondern von den Longobardis abstammen, und ein Zweig dieser Nation seyen. 4. Regensb. bey Montag 1777. 5 Bog. [3]
  7. 7. Vermehrte Zweifel, daß auf K. Ludwig IV. goldener Münze der doppelte Reichsadler nicht erscheine. 4. eb. 1778.
  8. 8. Nachricht von einigen Pfenningen mittlerer Zeiten, welche unweit dem Kloster Reichenbach gefunden, und im Reichsstift St. Emmeram aufbehalten werden; in den Abhandlungen der Baier. Akademie der Wiss. B. 1. Abth. 1. S. 217--282.
  9. 9. Untersuchung der Frage: ob Baiern vor anno 1180 ein Landeswappen gehabt, oder nicht? eb. B. III. Th. 1. S. 33--42.
  10. 10. Mehrere Briefe von ihm stehen in des Hofrathes Hanselmann 2ten Theil seines Beweises; wie weit der Römer Macht in die Ostfränkische, sonderlich Hohenlohische Lande eingedrungen, welche die Lage der alten römischen Stadt Araefluviae zum Gegenstande haben.
Vorheriger
Vorheriger
Eintrag
Seite 146 Seite 147 Seite 148 Nächster
Nächster
Eintrag


Fußnoten

  1. s. Reg. gel. Z. 1762. S. 76.
  2. s. Reg. gel. Z. 1762. S. 236.
  3. s. Nürnb. gel. Z. 1778. S. 350.