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Thaddäus Plazzary (GND 124267599)


Daten
Nachname Plazzary
Vorname Thaddäus
GND 124267599
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst, Religion


BSB Thaddäus Plazzary in der BSB

PLAZZARY (Thaddäus) Professor; am 26. September 1746 zu Dillingen gebohren, wo sein 1755 verstorbener Vater Philipp Plazzary Handelsmann war. Nach vollendeten Gymnasialklassen trat er im Jahre 1766 in den Jesuitenorden, machte in Dillingen das Novitziat, und war von 1769 bis 1772 zu Straubing und Eichstädt Gymnasiallehrer. In den Jahren 1772 und 1773 studirte er zu Ingolstadt die Theologie, kam dann wieder in sein Geburtsort Dillingen, und ward Priester. Im Jahre 1776 ward er als Lehrer an das Gymnasium nach Biberach berufen erhielt dort eine Benefiziums-Pfründe, und zeichnete sich durch seine Kenntnisse, durch deinen Eifer und durch seinen Vortrag sowohl im Lehr- als Predigtamte aus. Auch von ihm als Schriftsteller wäre noch manches Gute zu erwarten gewesen, wenn ihn nicht ein früher und plötzlicher Tod hingerafft hätte. Er begleitete zu Biberach den 21. Mai 1789 die Leiche eines seiner Schüler Karl Joseph Arnold auf den Kirchhof sank von einem Schlagfluß getroffen um, und ward an diesem Platze unvermuthet selbst zur Leiche. Schriften:

  1. 1. Virgils Aencis, verteutschet in Hexametern. 2 Bände. Buchau. 8. 1783. Wurde in Wien mit Kupfern neu aufgelegt.
  2. 2.* Lehrbuch für die katholischen Schulen in Biberach. 8. Ulm 1785.
  3. 3.* Christusgesänge für Christus Freunde. Dillingen mit Rosnagel. Schriften. 8. 1786.
  4. 4. Gedichte, zur Ehre der Tugend und Freundschaft. 8. Stift Kempten, Hofbuchdruckerey 1787. 212 S. Auch Memmingen bey Seyler 1787. [1]
  5. 5.* Wilhelm und Gottfried. Etwas für Meister, Gesellen, und Lehrjungen. 8. Augsburg bey Doll 1788. 222 S. [2]
  6. 6. Einige anonyme Singspiele, Gedichte und Aufsätze in periodischen Schriften.
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Fußnoten

  1. s. Jen. Lit. Z. 1788. II. S. 710. Allg. t. Bibl. B. 86. II. S. 116. Tüb. gel. Z. 1788. S. 254. Nürnb. gel. Z. 1788. S. 205.
  2. s. Tüb. gel. Z. 1789. S. 408.