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Georg Joseph Rainprechter (GND 129480525)


Daten
Nachname Rainprechter
Vorname Georg Joseph
GND 129480525
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Georg Joseph Rainprechter in der BSB

Rainprechter, (Georg Joseph), war des Peter Quirin Rainprechter, K. K. österreichischen Eisenhammer Rathwerks-Inspektors zu Drafeier, und Eisenarzes, dann Weintazers Sohn aus Steiermarkt. Er erhielt von seinen Aeltern eine gute Erziehung in seiner Jugend im scientivischen sowohl, als auch in der Musik, und wurde zu Salzburg, wo er studirte, nach vollendeten philosophischen Studien zum Magister promovirt, nachdem er ehevor öffentlich mit allem Beifall über Sätze aus der Philosophie disputirt hatte, auch widmete er sich, an der dortigen hohen Schule, dem Studium der Rechtswissenschaft. Da er nebst diesem ein guter Sänger und Organist gewesen, auch die Harfe, die Mandor, die Viol da Gamba, und die Violine mit vieler Geschicklichkeit spielte, und sich öfters mit allem Beifalle in Konzerten hören ließ, so fieng er an die Anfangsgründe der Tonsetzkunst beim Kajetan Adelgasser zu erlernen, worinn er aber seine höhere Ausbildung beim Fürsterzbischöflichen Kapellmeister Ernest Eberlin erhielt. Im Jahre 1750 wurde er zu Altenötting als churbaierischer Kapell-Musikus angestellt, wo ihm der Freiherr von Perfall die Verwaltung über seine in dortiger Gegend gelegenen Lehen-Unterthanen, und der Graf Karl Bertram von Perusa die Verwaltung seines Sitzes Neuen-Kolberg übertrug.

Da sich Rainprechter durch mehrere Musiken, die er für die Kirche schrieb, ausgezeichnet hatte, auch die Kapellknaben daselbst in der Singkunst gründlich unterrichtete, und mehrere vortreffliche Sanger bildete; so wurde er vom Churfürsten Maximilian III. zum Kapellmeister in Altenötting befördert, in welcher Eigenschaft er auch daselbst 1800 in seinem 72sten Lebensjahre gestorben ist. Er hinterließ im Manuscripte: eine Menge Messen, Vespern, Litaneien, Cantaten, Antiphonen, mit Begleitung der Violine, Blasinstrumenten u. s. w. die im Stile der wahren Kirchen-Andacht geschrieben sind, und bei ihrer Aufführung vielen Beifall erhielten. Noch rühmt man seine Humanität, sein joviales Betragen, und seine Geschicklichkeit in der Musik sowohl, als auch in Geschäften seiner besorgten Verwaltungen.


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