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August Ludwig Schott (GND 116923237)


Daten
Nachname Schott
Vorname August Ludwig
GND 116923237
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Politik


BSB August Ludwig Schott in der BSB

SCHOTT (August Ludwig) Professor der Rechte zu Erlangen; gebohren am 25. November 1751 zu Göppingen im Würtembergischen. Sein Vater Christoph Friedrich Schott war an der Universität zu Tübingen Professor und Bibliothekär. Er studirte zu Tübingen, wo er 1768 Magister wurde, sich dann der Rechtsgelehrsamkeit widmete, und 1772 die juristische Doktorswürde erhielt. Im J. 1773 unternahm er eine Reise durch einen grossen Theil Teutschlands und der Schweitz. Im J. 1774 prakticirte er als Würtembergischer Regierungsadvokat zu Tübingen, und fieng auch juristische Vorlesungen an; weshalb ihm schon 1775 eine Professur am dortigen illustre Collegium zu Theil wurde. Im September 1778 ward er zum ausserordentlichen Professor der Rechte an der Universität ernannt. Im September 1781 folgte er dem Rufe als fünfter ordentlicher Professor der Rechte nach Erlangen, erhielt 1783 den Charakter eines fürstlich Brandenburgischen Hofrathes, und rückte 1784 in die vierte Stelle der Fakultät ein. Er war ein gründlicher und unermüdeter Lehrer, der mit dem Studium der Rechte auch Philosophie, und genaue Kenntniße in alten und neuen Sprachen verband. Im Umgange war er freundlich, bescheiden in seinen Urtheilen, und wegen seines angenehmen und deutlichen Vertrags von seinen Zuhörern sehr geschätzt. Er starb am 5. April 1787. Schriften:

Vergl. G. C. Harlesii Memoria in obitum A. L. Schottii 4. Erlang. 1787. Meyer’s biograph. Nachr. von Ansb. u. Bair. Schriftstellern S. 329--332. Weidlich’s biogr. Nachr. von jetztleb. Rechtsgel. Th. II. S. 338. u. Nachträge S. 264--267. Fikenscher’s Gel. Gesch. der Univers. Erlangen. I. Abtheil. S. 246--250. Haug’s Schwäbisches Magazin 1777. S. 775. Hirsching’s Handbuch B. XI. Abth. 2. S. 119--122. Meusel’s Lexikon verst. Schriftst. B. XII. S. 415--417. Ekkard’s lit. Handbuch Th. I. S. 232. u. Th. II. S. 94. Ladvocat’s Handwörterbuch B. VIII. S. 686.

  1. 1. Rede über die Frage: Ist ein Mensch ein Philosoph, wenn er sich einbildet, einer zu seyn? 4. Tübingen 1767.
  2. 2. Diss. (praes. Christ. Frid. Schott patris) sistens analysin operis Grotiani de jure belli ac pacis, cum observationibus. Particula I. Prolegomena complexa. 4. ibid. 1768.
  3. 3. Auszug aus der Lebensbeschreibung eines, unter dem Namen Georg Psalmanazar eines Formosaners bekannten, seinem wahren Namen nach aber unbekanndten Mannes. 8. Frankf. u. Leipz. 1771.
  4. 4. Diss. inaug. de furto, ex necessitate commisso. 4. Tübing. 1772.
  5. 5. Abhandlung von der notwendigen Verbindung der schönen Wissenschaften mit der Rechtsgelehrsamkeit. 8. eb. 1775.
  6. 6. Progr. in obitum Sylvii Friderici lib. Bar. de Frankenberg. Fol. ib. eod
  7. 7. Accessiones juridicae ad b. Gerhardi Tractatum theol. de coniugio; adiectae Gerhardi locis theolog. T. 16. ib. 1778.
  8. 8. Diss. sistens observationes ex jure patronatus ecclesiae pluribus competente, speciatim de praesentatione per turnum. ib. eod.
  9. 9. Progr. de auctoritate juris canonici inter Evangelicos recepti, eiusque usu apte moderando. 4. Erlang. 1781.
  10. 10. Diss. sistens observationes de legibus connubialibus, eorumque necessaria emendatione. 4. ib. 1782.
  11. 11. Diss. sistens collationem juris communis et patrii Onoldini de successione ab intestato. 4. ib. 1783.
  12. 12.* Vermischte Gedichte. 8. Erlang. 1783. Verfaßt von Joh. Ludw. Huber u. herausgegeben von Schott.
  13. 13. Christoph Frid. Schott Dissertationes juris naturalis. Tomus I. et II. Collegit, recensuit, praefatus est, et vitam Auctoris praemisit Aug. Ludov. Schott. 8. ib. 1784.
  14. 14. Vorbereitung zur juristischen Praxis, besonders in Rücksicht auf die Schreibart in rechtlichen Geschäften. 8. Erlang. 1784. Neue ganz umgearbeitete Ausgabe von D. Heinrich Bensen. 8. ebenb. 1800. 612 S. Diese Ausgabe auch unter dem Titel: D. Heinr. Bensen’s Materialien zur Polizey- Kameral- und Finanz-Praxis für angehende praktische Staatsbeamte 1800. [1]
  15. 15. Kurzes juristisch-praktisches Wörterbuch, als ein besonderer Nachtrag zu seiner Vorbereitung zur juristischen Praxis. 8. ebend. 1784. Neue, ganz umgearbeitete u. vermehrte Ausgabe von Sebast. Adam Krafft. 8. ebend. 1793. Diese Ausgabe hat auch den Titel: S. A. Krafft’s juristisch-praktisches Wörterbuch, mit beigefügten Beweisstellen aus den Reichsgesetzen, dann verschiedenen Land u. Stadtrechten 1793.
  16. 16. Einleitung in das Eherecht, zu akademischen u. gemeinnützlichem Gebrauch. 8. Nürnb. b. Felsecker 1786. 582. S. Neue Aufl. eb. 1802. [2]
  17. 17. Einzelne Gedichte, und einige Abhandlungen in verschiedenen Sammlungen und Journalen.
  18. 18. Rezensionen in der, zu Erlangen herausgekommenen, Juristischen Literatur, die er eine Zeitlang allein besorgte, und in der dortigen gelehrten Zeitung, wie auch in der Allgemeinen teutschen Bibliothek, und in der Allgemeinen Literaturzeitung.
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Fußnoten

  1. s. Erlang. Lit. Z. 1800. II. S. 1907. Gött. gel. Z. 1800. III. S. 1869. Leipz Jahrb. d. Lit. 1800. II. S. 297. Jen. Lit. Z. 1802. IV. S. 68. Würzb. gel. Z. 1802. S. 193.
  2. s. Jen. Lit. Z. 1786. III. S. 457. Gott. gel. Z. 1787. III. S. 1989. Tüb. gel. Z. 1786. S. 586. Nürnb. gel. Z. 1786. S. 401. Allg. t. Bibl. B. 73. I. S. 91.