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Johann Basilius Seidel (GND 115842748)


Daten
Nachname Seidel
Vorname Johann Basilius
GND 115842748
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Johann Basilius Seidel in der BSB

SEIDEL (Johann Basilius) Regierungsrath zu Culmbach im Baireuthischen. Ward am 29. August 1717 zu Dottenheim bei Neustadt an der Aisch gebohren, wo sein Vater Johann Georg Pastor, und seine Mutter Barbara Cunigunda eine gebohrne Arzberger war. Er begann seine Studien zu Windsheim, und vollendete sie an der Universität zu Altdorf, wurde 1741 in Culmbach Advokat, und folgte 1742 dem Antrage als Gerichtsverwalter nach Roßdorf, einem damahls Reichsritterschaftlichen, zum Kanton Rhön und Werra gehörigen, Marktflecken. Im J. 1754 folgte er dem Rufe als Brandenburg-Ansbach-Baireuthischer Commissionsrath und zweiter Archivar nach Plassenburg, wo er mit Eifer arbeitete. Wegen seines hohen Alters wurde er 1796 in den Ruhestand versetzt, und ihm der Charakter und Rang eines Königl. Preußischen Regierungsrathes ertheilet. Er starb zu Culmbach am 9. März 1798. Schriften:

Vergl. Meyer’s biogr. Nachr. von Ansb. u. Baireuth. Schrifst. S. 340--344. Weidlich’s biograph. Nachr. Th. III. S. 297--300. Koppe jurist. Almanach auf das Jahr 1793. S. 219. Fikenscher’s gel. Baireuth B. VIII. S. 216--221. Hirsching’s Handbuch fortges. von Ernesti B. XII. Abth. 1. S. 151--153. Meusel’s Lexikon verst. Schriftst. B. XIII. S. 59. Ladvocat’s Handwörterbuch B. IX. S. 921. Erlanger gel. Zeitung 1798. S. 209. Anzeiger allg. literar. 1800. S. 1987.

  1. 1. Bedenken von der Markgrafschaft Schweinfurt, zu einiger Erhellung dieser besondern Geschichte. 4. Baireuth 1741. -- Ist nur ein halber Bogen, gegen eine Antikritik in den Hamburg. Berichten von gel. Sachen 1741. n. 99. u. 100. wider seine Rezension in den Baireuth. wochentlichen Auszügen von K. F. Schöpf. Disquis. de Marchionibus Suinfurtensibus.
  2. 2. Versuch einer kurzgefaßten, doch gründlichen Abhandlung von dem Burggrafthum Nürnberg, oder dessen Ursprung u. Umfang, sonderlich der mittlern Zeiten, aus der Ostfränkischen u. der Teutschen Reichsgeschichte überhaupt, u. dann insonderheit aus einigen der wichtigsten Urkunden dieses Burggrafthums. 8. Eisenach 1751. Mit neuem Titelblatt 1752 u. 1753.
  3. 3. Auf die wahre Geschichte, Urkunden, u. teutsche Staatsverfassung sich bewerfende Abfertigung einer, wider die historisch diplomatische Abhandlung, die hochfürstl. Brandenburg. Gerechtsame über Fürth betr. im J. 1774 erschienenen sogenannt standhaften Vertheidigung der, von dem Hochstift Bamberg dagegen prätendirten, Obergerichtsbarkeit u. Landeshoheit; stehet in der Brandenburg Onolzbachischen Deduction über die vogteyliche Obrigkeit in der Hofmark Fürth, des Urkundenbuches dritten Bandes ersten Theil. Fol. S. 1--421.
  4. 4. Rezensionen und Anzeigen in einigen Journalen, und Beiträge zu Werken von Andern.
  5. 5. Ungedruckt hinterließ er: Diplomatische Nachricht von der ältesten u. mittlern Geschichte der Stadt Erlangen, wovon Johann Paul Reinhard einen starken Auszug in einem Programm De fatis Erlangae 1763 gemacht hat. -- Untersuchung von den ersten Beherrschern der Stadt zum Hof, woraus der Rektor Christoph Wilhelm Christian Heerwagen einen Auszug verfertigte in einem Programm: Ob sich der ehemaligen Herzoge von Meran hiesiger Landesbesitz auch über die Stadt Hof erstreckt habe? 4. Culmb. 1771. -- Troja Teueria rediviva, das ist: Endlich entdecktes Geheimniß, Grund u. wahre Beschaffenheit des Trojanischen Kriegs und des Ursprungs der Franken.
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