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Lazarus Karl von Wölkern (GND 104255927)


Daten
Nachname von Wölkern
Vorname Lazarus Karl
GND 104255927
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Lazarus Karl von Wölkern in der BSB

von WÖLKERN (Lazarus Karl) Rathskonsulent zu Nürnberg; daselbst am 20. April 1695 gebohren. Er studirte zu Nürnberg, Regensburg, Altdorf, dann zu Strasburg und Leiden, hielt sich hierauf eine Zeit lang in Paris auf, ward 1718 zu Altdorf Doktor der Rechte, zu Ende desselben Jahres zu Nürnberg Syndikus, 1719 ausserordentlicher Konsulent, und Assessor des Untergerichts, 1726 Assessor des Stadt- Ehe- Land- und Bauerngerichts, 1740 aber Rathkonsulent, und starb am 7. September 1761. Von ihm gaben Will, Nopitsch, und Meusel Nachricht. Seine Schriften:

  1. 1. Diss. inaug. de privilegiis odiosis et poenalibus. 4. Altdorf 1718.
  2. 2. Vertrautes Sendschreiben an Hn. Joh. Heinr. von Falkenstein; die Ehre des heil. Beichtigers Sebaldi, des Schutzpatrons der Reichsstadt Nürnberg u. deren Hauptpfarrkirche zu St. Sebald, wieder, diesem in der Nordgau. Alterthümer I. Th. gemachte, unglimpfliche Einwürfe gerettet. Nebst einem Anhang der merkwurdigsten Lebensumstände, Thaten und Wunder dieses heil. Schutzherrn, aus alten Urkunden, mit dessen beygefügten Bildniß u. Grabmahl. Von einem Liebhaber der katholischen Alterthümer. Fol. (Nürnberg). 1735.
  3. 3. Commentatio succincta in Codicem juris statutarii Norici, oder die im J. 1564 verneuerte, auch aus den natürlichen und göttlichen, als andern geist u. weltlichen Rechten, nicht minder aus den Historien, u. mit vielen, so einheimischen als fremden, sehr nützlichen Anmerkungen u. Praejudiciis erläuterte, Nürnbergische Reformation u. s. w. in 2 Theilen. Fol. Nürnb. 1737. 21 Alph.
  4. 4. Historia Norimbergensis diplomatica, oder Zusammentrag der vornehmsten, von den Römischen Kaisern u. Königen der R. Stadt Nürnberg von Alters her ertheilten Freyheiten u. Concessionen u. s. w. Fol. eb. 1738.
  5. 5. Singularia Norimbergensia, oder aus denen geist u. weltlichen Rechten u. Geschichten sowohl, als glaubwürdigen Zeugnissen besonders erläuterte Nürnbergische Alterthümer, u. andere vornehmlich merkwürdige Begebenheiten, auch insonderheit zu Nürnberg gepflogene Rechtshandlungen und Zusammenkünfte. Erstes Stück. Von dem Tempel der Dianen, welcher vor Alters auf der Burg zu Nürnberg gestanden, nachmahls aber zu Ehren der Margaretha gewidmet worden. Wobey, zu mehrer Erläuterung von dem, was die Teutschen unter dem Worte Gott, Teut, Teutscher, ehedem verstanden haben sollen, auch von der Teutschen erstem Ursprung und Religion sowohl, als von einem andern alten teutschen, Taufana benannten, Tempel kürzlich gehandelt wird. Fol. ebend. 1739.
  6. 6. Kurze u. bestgegründete, auch zu mehrer Erläuterung der Teutschen Staats- u. Reichsgeschichte dienende Gedanken über das Alterthum u. den Anfang der Unmittelbarkeit der Reichsfreyen Stadt Nürnberg. eb. 1743.
  7. 7. Beantwortung der neuerlich kund gemachten Vorstellung über die Frage: ob zu Kaisers Heinrich III. Zeiten Bischof Heribert zu Eichstädt seinen Sitz in das Egidienkloster verlegen wollen? Fol.
  8. 8. Zuverläßiger Beweis, daß die so betitelte Analysis certa, oder Auflösung der Frage: Ob der XV. Eichstädtische Bischof Heribert im XI. Jahrhundert seine Residenz von Eichstädt nach Nürnberg, oder nach Neuburg an der Donau verlegen wollen? weder als wahr, noch als ungezweifelt anzusehen. Fol.
  9. 9. Neuere Anzeigen u. Beweise von verschiedenen kaiserlichen Reichsamtleuten, welche vom J. 1273 an, zumahl von den alten Grafen von Vohburg in Baiern, und Retz in Oesterreich, zu Nürnberg sich aufgehalten haben. Nebst einigen, zu mehrern Bestättigungen von Kaiser Adolph zu Nassau Vorfahren, Nachkommen u. nächsten Anverwandten, auch den Burggräflich Oesterreichischen Lehen sowohl, als allen Hof- u. Erbbeamten, u. dem Nürnbergischen Wappen beygefügte Nachrichten, Verzeichnissen und andern Anmerkungen. Fol. Nürnb. 1747.
  10. 10. Unpartheyische, zu gründlicher Einsicht und Beurtheilung der Nordgauischen und Nürnbergischen Alterthümer dienende, auch auf Veranlassung u. Verlangen mitgetheilte Sätze und Fragstücke. 4. eb. 1750.
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