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Karl Sebastian Zeidler (GND 120631121)


Daten
Nachname Zeidler
Vorname Karl Sebastian
GND 120631121
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Religion


BSB Karl Sebastian Zeidler in der BSB

ZEIDLER (Karl Sebastian) Rathssyndikus zu Nürnberg; daselbst am 24. September 1719 gebohren. Sein Vater Maximilian Zeidler war Kapellmeister an der St. Marienkirche, und gab ihm den ersten Unterricht in der Musick und lateinischen Sprache. Nachdem er am Gymnasium zu Nürnberg, und von 1739 bis 1744 an der Universität zu Altdorf studirt hatte, erhielt er im Jahre 1752 in Nürnberg eine Stelle in der Kanzley, wurde 1754 Beysitzer des Kaiserlichen befreyten Forstgerichts, und 1755 des Zeidelgerichts. Im demselben Jahre kam er in die vordere Reichsstädtische Kanzley, und ward Vikar des Raths-Sekretariats, im Jahre 1769 aber Rathssyndikus. Er war ein guter Jurist, und in der Nürnbergischen und Altdorfischen Literargeschichte, auch in alten und neuen Sprachen wohl bewandert. In der Musik war er ein grosser Kenner und Meister. Er starb am 15. März 1786. Seine merkwürdige und vollständige Sammlung aller Schriften der Altdorfischen Rechtsgelehrten hatte er der Nürnbergischen Stadtbibliothek zum Geschenk gemacht. Seine Schriften:

Vergl. Will’s u. Nopitsch Nürnb. Gel. Lex. B. IV. S. 327 u. B. VIII. S. 435. Weidlich’s biogr. Nachrichten Th. II. S. 475. Waldau vermischte Beyträge B. I. S. 147--149. Gerber’s Lexikon der Tonkünstler Th. I. S. 843. Hirsching’s hist. lit. Handbuch fortges. von Ernesti B. XVII. S. 112. Meusel’s Lexikon verst. Schriftst. B. XV. S. 374--376. Murr’s Beschreib. der Merkwürd. Nürnb. 2te Ausg. S. 427. Ladvocat’s Handwörterbuch B. VIII. S. 968.

  1. 1. Diss. de sacramento Gildoniae, ad Capitularia quaedam Caroli M. illustranda. 4. Altdorf. 1744.
  2. 2. Diss. epist. de veterum Philosophorum studio musico. 4. Norimb. 1745.
  3. 3.* Jo. Jod. Beckii Annotationes ad Sam. Stryckii introductionem ad praxin forensem caute instituendam, iam publici iuris factae. 8. ibid. 1749. Von Zeidler herausgegeben.
  4. 4. Spicilegium observationum, vitam Hug. Donelli illustrantium, ad orationem Scip. Gentilis in funere eius habitam accomodatum. 4. 1760. Stehet auch vor B. X. Operum Donellianorum.
  5. 5. Dan. Nettelbladt vita Francisci Duareni, in lat. linqu. translata. 8. 1766.
  6. 6. Vita Joh. Thom. Freigii. 4. Norimb. 1769.
  7. 7. Vita Joh. Ericii, juriscons. Nor. ex monumentis fide dignis et plurimum ineditis depromta. 8. ib. 1769.
  8. 8. Vitae Professorum iuris, qui in Academia Altdorfina inde ab eius iactis fundamentis vixerunt; ex monumentis fide dignis descriptae. 4. Norimb. 1770. Tomus II. curante Joh. Alb. Colmar. ibid. 1786. Tomus III. curante J. A. Colmar. ibid. 1787. [1]
  9. 9. Er hatte an der neuen Ausgabe von Donelli Operibus, die zu Lucca 1762--1768 in 12. Foliobänden erschienen ist, wie auch an der Neapolitanischen Ausgabe der Operum Scipionis Gentiliz 1763--1769 vielen Antheil.
  10. 10. J. S. Gruber’s Beyträge zur Literatur der Musik sind gröstentheils aus Zeidler’s Manuscripten genohmen.
  11. 11. Zusätze und Verbesserungen aus noch ungedruckten Nachrichten zu Vita Ericii; in dem literar. Wochenblatt B. 2. S. 289--299.
  12. 12. Rezensionen in der Erlangischen gelehrten Zeitung.
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Fußnoten

  1. s. Jen. Lit. Z. 1786. II. S. 553 u. 1788. III. S. 66. Allg. t. Bibl. Anh. z. B. 53--86. II. S. 569. Schotts Bibl. 1788. 1. S. 209.