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Joseph Bergmann (GND 124569943)


Daten
Nachname Bergmann
Vorname Joseph
GND 124569943
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Joseph Bergmann in der BSB

BERGMANN (Joseph) Professor zu Aschaffenburg; daselbst 1736 gebohren. Nach absolvirten Gymnasial Klassen trat er in den Jesuitenorden, und wurde, nachdem er Philosophie, Theologie und Mathematik studirt hatte, von seinen Obern an die Universität nach Wien geschickt, um seine Kenntniße in der Physik und Naturgeschichte zu erweitern. Im J. 1773 nach Aufhebung des Ordens wurde er Gymnasiallehrer in Mainz, dann aber an dortiger Universität Doktor der Philosophie und Theologie, und Professor der Physik. Ihm verdankte diese Universität die Bereicherung ihrer Bibliothek mit den vorzüglichsten Naturhistorischen Werken, und die Vermehrung des physikalischen Apparats. Auch auf den Gang der dortigen philosophischen Studien überhaupt hatte er durch seine höchst zweckmäßige Vorschläge, und durch Leitung während seines mehrjährigen Dekanats, den wohlthätigsten Einfluß. Er war des damaligen Kaiserlichen freyen Reichsstiftes zum heil. Kreuz in Nordhausen Capitular, und des Kollegiatstiftes zum heil. Viktor in Mainz Vikar. Als Mainz unter französische Herrschaft gerieth, kam er als Professor der Physik und Naturgeschichte nach Aschaffenburg, und starb daselbst den 20. September 1803. Schriften:

  1. 1. Anfangsgründe der Naturgeschichte. Erster Theil, welcher das Mineralreich enthält. Mainz. 8. 1782. 2ter Theil. Das Pflanzenreich. 1782. 3ter Theil. Das Thierreich. 1783.
  2. 2. Kurzer Unterricht in der Naturwissenschaft für Kinder in den Realschulen. ebend. 8. 1783. 2te Aufl. eb. 1784.
  3. 3. Inauguralfrage: Was die Thiere gewis nicht, und was sie am wahrscheinlichsten seyen? eb. 1784.
  4. 4. Anton Bruchhausen, Professors auf der Universität zu Münster, Anweisung zur Physik; aus dem Lateinischen übersetzt, mit Zusätzen und Anmerkungen. Erster Theil. 280 S. 2ter Theil. 310 S. 3ter Theil. 364 S. Mit 5. Kupfern. Mainz. 8. 1790. [1]
  5. 5. Ueber die Verbindung des alten und neuen Geschmacks; in dem Magazin der schönen Literatur H. 2. [2]
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Fußnoten

  1. s. Gött. gel. Z. 1790. III. S. 1632. Jen. Lit. Z. 1792. II. S. 33.
  2. Vergl. Meusel’s gel. Teutschland B. I. S 242 und B. XI. S. 65. Literaturzeitung allg. 1803. Int. Bl. n. 198. S. 1624. Baurs biogr. Handwörterbuch 1816. B. I. S. 106. Blätter literarische 1804. B. V. S. 242.