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Maria Johanna Brochard (GND 129461288)


Daten
Nachname Brochard
Vorname Maria Johanna
GND 129461288
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Maria Johanna Brochard in der BSB

Brochard, (Maria Johanna), vereheligte Renner, eine Tochter der Vorigen, wurde zu Mainz den 13. Jäner 1775 geboren, fieng im Jäner 1781 das Klavierspielen beim Hofmusikus Moosmayr in München zu lernen an, und nahm bei ihrer Mutter Unterricht in der Deklamation, und der Schauspielkunst, daher sie schon 1782 in Kinderrollen zum erstenmal die Bühne betrat. Der Schauspiel-Direktor Theoballd Marchand bemerkte hier ihre vortreffliche Anlagen zu dieser Kunst, und behielt sich ihre Ausbildung bei reifern Jahren bevor, das auch geschah. Da die Eltern den Entschluß gefaßt hatten, diese ihre Tochter auch in der Musik, und besonders im Singen zur Künstlerinn zu bilden, so vertrauten sie dieselbe dem Unterricht des Vize-Kapellmeisters Leopold Mozart in Salzburg an, wohin sie den 12. März 1783 abgereiset ist. Den 2. Sept. 1784 kam sie von dort zurücke, und erhielt nun von dem eben genannten Marchand die feinere Bildung im Schauspiele. Den 22. August 1790 betrat sie zum ersten Male das Hof- und National-Theater als Karoline, im Lustspiele der Wechsel, mit großem Beifalle. Den 8. April 1791 sang sie zum ersten Mal als Azemia in der Operette: Die Wilden, mit Musik von d’Allayrac. Auch hierin ward sie sehr beklatscht, und ihr niedliches Stimmchen, und ihre schöne Methode, verbunden mit einem lebhaften Vortrage in Gesang, entzückte. Den 27. August 1792 heirathete sie den Solo-Tänzer Franz Renner, und machte hierauf unter Begleitung ihres Vaters die erste theatralische Reise den 1. Oktober 1796 nach Berlin und Hamburg, wo ihr naives, launigtes und natürliches Spiel allgemeine Bewunderung sich erwarb. Den 30. Dezember 1796 kam sie in München wieder an, gieng aber im folgenden Jahre den 18. Sept. 1797 nach Mannheim, und wurde Mitglied des dortigen Churfürstl. Hof-Theaters, wo sie in allen Rollen ebenfalls mit ungetheilten Beifall auftrat, in Opern selbst aber nur zweite und dritte Rollen, z. B. eine Cerline im Don Juan etc. sang. Als König Maximilan Joseph Baierns Regierung übernommen hatte, wurde sie mit andern der beßten Schauspieler von Mannheim nach München versetzt. Im Monate März 1807 verließ sie aber das Hoftheater zu München, und gieng als Hofschauspielerinn zum Theater nach Wien, wo sie schon ehevor mit großem Beifalle des Publikums gespielt hatte. Im Jahre 1809 nahm sie aber auch zu Wien ihre Entlassung, und begab sich nach Bamberg (im Mainkreise) wo sie jetzt mit aller Ehre und mit größter Zufriedenheit des Publikums auf dem dortigen Theater spielt und singt.


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