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Franz Ferdinand von Cröner (GND 129463175)


Daten
Nachname Cröner
Vorname Franz Ferdinand von
GND 129463175
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Franz Ferdinand von Cröner in der BSB

Cröner, (Franz Ferdinand von), wurde 1718 zu Augsburg geboren, wo sein Vater Thomas Cröner Hofmusikus beim Fürstbischof gewesen; die Mutter war eine Tochter des berühmten Malers von Kempten Georg Herrmann[1]. Franz Ferdinand Cröner studirte zu Augsburg bei den Jesuiten, und absolvirte auch dort die philosophischen Wissenschaften mit ausgezeichnet gutem Fortgange, nahm aber doch auch bei seinem Vater Unterricht in der Musik, wozu er eine besondere Neigung fühlte. Er spielte mehrere Instrumente, eminirte jedoch auf der Violine und der Flöte, weßwegen er auch mit seinem Vater Thomas vom Churfürst von Baiern Karl Albrecht, nachmaligen Kaiser Karl VII. 1737 als Hof- und Kammermusikus angestellt wurde. Um sein Talent noch mehr auszubilden, schickte ihn Karl Albrecht auf seine Kosten nach Italien, und er erwarb sich nach seiner Zurückkunft am Hofe zu München über sein herrliches, künstliches und ausdruckvolles Spiel auf der Violine allgemeinen Beifall, und sehr große Ehre. Als in der Folge der Krieg in Baiern ausgebrochen war, machte Cröner mit seinen Brüdern Reisen nach Holland, Engeland, Frankreich, Schweden, Dänemark, Preussen, Rußland, Sachsen etc. spielte an allen dortigen Höfen, und in großen Städten, und erwarb sich allgemeine Celebrität und ausgebeiteten Ruhm. Nach Kaiser Karl des VII. Tode kam er wieder nach München zurücke, und wurde von dessen Sohne und Thronfolger Maximilian Joseph zum Konzertmeister und Musikdirektor befördert, 1749 aber mit seinen drei Brüdern in den Adelsstand mit dem Prädikate Reichsedler von Cröner erhoben. Dieser große Künstler und vortreffliche Musikdirektor starb zu München, den 12. Junius 1780.


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Fußnoten

  1. S. mein Künstlerlexikon. B. I. S. 118.