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Albrecht Dürer (GND 11852786X)


Daten
Nachname Dürer
Vorname Albrecht
GND 11852786X
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Albrecht Dürer in der BSB

Dürer, (Albrecht) der Sohn eines Goldarbeiters in Nürnberg, ist ein Schüler des Michael Wohlgemuth[1]. Seine Ausbildung in der Malerkunst verdanket er seinem großen Genie, das sich aus der Dämmerung seiner Zeit bis auf eine der höchsten Stufen der Kunst emporschwang, und sich allein an die Natur, als seine Führerin hielt, ohne ein Sektirer zu werden, und seinen gesunden Menschenverstand, seine lebhafte und richtige Empfindung durch Mode, gelehrten Unsinn, nachäffende Modesucht u. s. w. zu verkrippeln. Sein Talent umfaßte Maler-, Bildhauer- Kupferstecher- und Formschneide-Kunst, ja selbst Mathematik und Baukunst[2]. Künstler der ersten Klasse, als Raphael[3] und Lukas v. Leyden[4] waren seine Freunde; Ubaldini, Andreas del Sarto und Jakob da Pontarmo seine Nachahmer. An seinen Werken bewundert man eine lebhafte und fruchtbare Einbildungskraft, ein erhabenes Genie, meisterhafte Pinselzüge, richtige Zeichnung und eine sehr fleißige Ausarbeitung. Sein Stil ist edel und groß, seine Färbung wahr, seine Behandlung vortreflich. Seine Gewänder sind von großen, edlen Faltenwurfe, und mit Wahrheit und Leichtigkeit behandelt. Der Ueberfluß seiner Gedanken machte manchmal seine Kompositionen zu reich. Nicht bekannt mit den Werken der Griechen und Römer, sind zwar seine Gesichtszüge neu, aber öfters gemein, und besonders sind die der weiblichen Figuren den Weibern und Mädchen seiner Vaterstadt ähnlich, wenn man gleich gestehen muß, daß auch den Griechen und Römern die Mädchen und Weiber ihres Vaterlandes zum Muster oder Modelle dienten. Kenner wünschen noch, daß er manchmal eine beßere Wahl der Gegenstände, welche ihm die Natur zeigte, getroffen hätte, daß seine Ausdrücke edler, seine Zeichnung weniger steif und seine Manier etwas gefälliger wären, dann, daß im Luftperspektive die Farben von ihm mehr wären gebrochen worden. Seine Landschaften sind ihrer angenehmen und besondern Situationen (Lagen) wegen beliebt. Seine Holzschnitte und Kupferstiche werden allgemein geachtet. Letztere zeichnen sich durch die Feinheit des Grabstichels aus, und sind als die ersten Arbeiten dieser damals erst entstandenen Kunst anzusehen. Was die Holtzschnitte betrift, welche Kunst er wahrscheinlich bei W. Pleydenwurf[5] erlernte, so muß man sich verwundern, wie er darin so viel Ausdruck und Haltung anbringen, und soviel Charakter in die Köpfe legen konnte. -- Die von A. Dürer mit dem Grabstichel verfertigten Blätter werden auf 94. angegeben. Vier hiervon grub er in Zinn und sechs sind geäzet. Man findet auch 262 Holzschnitte, die mit seinem Monogramme, dem altgothischen A[6], bezeichnet sind.

Dürer schrieb auch verschiedene Werke über die Geometrie, Perspektive und über Proportion des menschlichen Körpers. Man zeigt auch von ihm verfertigte Schaumünzen.

Dürer, den die Italiener Duro nennen[7], war von den Kaisern Maximilian I. und Karl V., dann dem römischen Könige Ferdinand sehr hoch geschätzt und überall beliebt; nur mangelte dem großen Künstler der Hausfriede. Er nahm sich die Agnes, eine Tochter des geschickten Nürnbergischen Tonkünstlers Johann Frei, die nicht einmal das Verdienst der Schönheit hatte, zum Weibe, und die ihn durch ihren Geitz und zänkischen Charakter dergestalt quälte, daß er aus Verdruß über diese Xantippe im 58. Jahre seines Lebensalters zu Nürnberg den 8. April 1528 starb. Sein Grab ist auf dem Leichenacker zum heil. Johann daselbst zu sehen. Papillon, Traité historique et pratique de la gravure en bois (à Paris 1766). Diakons Roth Leben des A. Dürer. Heinr. Konr. Arend’s Lebensbeschreibung des A. Dürer. (Goßlar 1728). Köhlers historische Münzbelustigungen B. XX. S. 40. Die königl. baier. Gemälde-Gallerien besitzen von diesem Künstler folgende Stücke: a) Der Selbstmord der Lucretia, ganze Figur auf Holz. b) Die trauernde Muttergottes mit gefaltenen Händen, halbe Lebensgröße auf Holz. c) Die Geburt Christi, ganze Figuren auf Holz. d) Der Leichnam Christi von Joseph v. Arimathia und Magdalena gehalten, ganze Figuren auf Holz. e) Ein altdeutscher Ritter vor seinem Pferde mit einer Lanze in der Hand stehend. Ganze Figur nicht ganz in Lebensgröße auf Holz. f) Ein altdeutscher geharnischter Ritter auf obige Art neben seinem Streitroße stehend. Ein Gegenstück zu den Vorigen auf Holz. g) Der Tod der Muttergottes, auf Schieferstein. h) Der Apostel Paulus und Evangelist Markus, ganze Figuren auf Holz. i) Der Apostel Petrus und Evangelist Johannes, ein Gegenstück zu den Vorigen, ganze Figuren in Lebensgröße auf Holz. k) Ein Kreutz schleppender Christus von Soldaten und dem höhnenden Judenvolke umgeben, ganze Figuren auf Holz. l) Das Bildniß, Alwig Grafen v. Törring Stein, halbe Figur auf Holz. m) Der heil. Georg mit dem Drachen zu seinen Füßen, auf Holz. n) Die heil. Anna, gleich einer Nonne gekleidet, zu ihren Füßen sitzt das Jesus Kind, auf Holz. o) Die heil. Dreifaltigkeit, auf Holz. p) Die Muttergottes mit dem Kinde Jesus, auf Holz. In der Pfarrkirche zu Eichstädt ist ein Gemälde, die heil. Dreifaltigkeit und zu Augsburg in der Ulrichskirche in der Seitenkapelle die Kreutzigung Christi von diesem Meister zu sehen. Mannlich B. I. S. 139. II. Nro. 130. 173. 417. 428. 722. 729. 869. 1095. 1100. 1202. Weitzenfeld. Nro. 96. 135. 137. 209. 223. 226. 233. 234. 530. 810. 817. 847. 971. 972. Rittershausen. 13. 27. 61. 73. 271. 263. A. Strauß Beschreib. der Stadt Eichstädt. (Eichstädt 1791.) S. 105. K. Alois Baader’s Reisen durch Deutschland. (Augsburg 1795.) B. I. S. 87. In der ehemaligen Abtei Banz (im Mainkreise des Königreichs Baiern) waren zwei Gemälde dieses Künstlers auf Holz. Das eine stellte die heil. Anna vor, und das andere enthält in vier Abtheilungen, die Heiligen Barbara, Katharina, den Erzengel Gabriel und die Maria. Meusel am a. O. St. IV. S. 626. Fernere Gemälde dieses Künstlers, welche in der Abtei Banz waren, führt Meusel St. X. S. 349. an.

Anmerk. Dieser Dürer darf mit einem andern gleichen Namens, der kleine Albert genannt, nicht verwechselt werden, da es der Beinamen des Andreas Andreani ist, der ein berühmter Formschneider und Kupferstecher zu Mantua war, in der Folge zu Rom arbeitete, und dort in einem hohen Alter 1623 starb. Baglioni, Vite dei Pittori Scultori ed Architetti moderni dal 1572 Fino al 1640 Fioriti in Roma. (Napoli 1733.) p. 278.

Nachtrag aus: Lipowsky Künstler I

Dürer (Albrecht). Von diesem Künstler werden hier folgende Notizen nachgetragen:

1) In der Königl. Gallerie zu München werden von A. Dürer drei vorzüglich schöne Gemälde verwahret: ein Kreuzschleppender Christus und zwei Seitenstücke hierzu: Petrus und Johannes; dann Paulus u. Markus, wovon oben schon Erwähnung geschah. Diese Gemälde bildeten einst einen Altar, und war Christus das Altarblatt, die Apostel aber waren die Seitenflügel. Dieser Altar war zu Nürnberg in der dortigen Katharinen-Klosterkirche aufgestellt, und der Baumgartnerschen Familie angehörig. Churfürst Maximilian Emanuel von Baiern wünschte sehr diese drei Gemälde zu erhalten, und schrieb deßwegen i. J. 1612 nicht nur selbst an den Magistrat der ehemaligen Reichsstadt Nürnberg, sondern trug auch seinem dort angestellten Agenten Eustach Underholzer auf, sich wegen Ueberkommung dieser Gemälde thätigst und nachdrücklichst zu verwenden. Es geschah, und nach vielem Negoziren, zumal auch die Einwilligung des Geschlechts der Baumbgarttner hierzu nothwendig gewesen, versprach endlich der Magistrat in einem unterm 31sten Oktober 1612 an genannten Churfürsten erlassenen Schreiben die erwähnten Dürerischen Tafeln zu überschicken, jedoch zuvor hiervon getreue Kopien malen zu lassen, um diesen Altar in St. Katharinen-Klosterkirche wieder aufstellen (kompletiren, wie sich der Magistrat ausdrückt) zu können. Churfürst Maximilian bewies dem damaligen Bürgermeister der Reichsstadt Nürnberg, Wolff Löffelholz von Kolberg, dadurch seine Dankbarkeit, daß er demselben nebst einem, den 16ten Novbr. 1612 ausgefertigten, Dankschreiben ein vergoldetes Trinkgeschirr von Silber überschickte.

2) Aus Briefen, welche A. Dürer an Jakob Heller, des Raths zu Frankfurt am Main, in den Jahren 1507, 1508 und 1509 geschrieben hat, entwickeln sich folgende, für die Kunst und seine Lebensgeschichte nicht uninteressante Daten: Nach einem Schreiben (gegeben Nürnberg am Tage des heil. Augustins 1507) an genannten Heller, war Dürer einige Wochen vom Fieber befallen, und verhindert, das vom Herzog Friedrich von Sachsen bestellte Gemälde zu vollenden. Nach einem zweiten Brief, geschrieben am andern Sonntage in der Fasten 1508, malte er fast ein ganzes Jahr an diesem Bilde. Was dieses Gemälde vorstellt, wird von Dürer nicht gesagt. Nach eben diesem Briefe scheint es, daß A. Dürer nicht alle Bilder, die bei ihm bestellt wurden, selbst gemalt habe, sondern solche auch von seinen Schülern verfertigen ließ, und nur darein gemalet oder geändert habe. Dieses deutet der Ausdruck an: „Vnd sonderlich wil ich euch das mittler Blat mit meiner aigenen Handt fleisig mallen, aber nichts desto minder seind die Fliegel außwendig entworfen, das von Stainfarb wirdt, habs auch undermallen lassen etc.“

Nach einem dritten Briefe (gegeben Nürnberg am Bartholome-Tage 1508) bekennt Dürer, daß er ein Bild vier oder fünfmal untermale, damit es rein und dauerhaft werde, und daß er an dem vom erwähnten Heller bestellten Bilde niemand andern einen Strich malen lasse. In eben diesem Briefe ersucht er den Heller, sich um einen Käufer für ein fertig da stehendes schönes Mariabild umzusehen. Dürer behauptet, daß er dieses von ihm verfertigte Gemälde sonst nicht unter 50 fl. geben würde, es gegenwärtig aber um 30, ja um 25 fl. hingeben wolle. In einem vierten Briefe (geschrieben Nürnberg am Allerheiligentage 1508) benachrichtet er aber diesen Heller, daß er das Mariabild um 72 fl. bereits an den Bischof von Breßlau verkauft habe. Dieser und andere Briefe bezeugen auch, daß A. Dürer vielen und guten Ultramarin zu seinen Farben und Gemälden gebraucht habe, und demselben eine besondere Dauer zueignete. Er beklagt sich auch über den hohen Preis dieser Farbe. Ferner versichert er in diesem Briefe, daß er ein Angesicht kaum in einem halben Tage malen könne, und daß, da das vom Heller bestellte Gemälde schier 200 Angesichter habe, er zu demselben, nebst Gewand und Landschaft, 13 Monate verbrauche, wo also die accordirte Summe von 200 fl. zu wenig sey, und ihm wenigstens 300 fl. gezahlt werden müßten. Künftig würde er niemand mehr eine solche Arbeit unter 400 fl. liefern, besonders da sich jetzt ein Liebhaber hervorgethan hätte, der ihm 500 fl. dafür bezahlen wollte.

Ferner behauptet A. Dürer in einem am Sonntage nach Bartholome 1509 an diesen Heller erlassenen Briefe, daß er die befragliche Tafel (wie er sie nennt) „mit großem Fleiß gemallt, ist auch mit farben gemacht, als ich sie hab mögen bekhommen, sie ist mit gutem Vltra marin vnder, vber und außgemalt, etwa 5 oder 6 mahl, und da sie schon außgemacht war, hab ich sie darnach noch zwifach vbermalt, vf das sie lange Zeit wehre. Ich waiß da ihr sie sauber halt, daß sie 500 Jahr sauber und frisch sein wirdt, den sie ist nit gemacht, als man pflegt sonst zu machen, darumb last sie sauber halten, das man sie nit berühre, oder Weichwasser darauf werffe. Ich weiß sie wirdt nit geschendt, Es sey den, das es mir zu laidt geschehe, vndt ich halt dauor, sie werde euch wolgefallen, mich soll auch niemandt vermögen ain Taffel mit so viel Arbeit mehr zu machen. Herr Jörg Tausy hat von Ihme selbst erbotten, in der Mass Fleiß vnd Größ dieser Taffel ain Maria Bildt zu machen in ainer Landtschafft, dauor woll er mir geben fl. 400, das hab ich Ihme glatt abgeschlagen, dann ich mieste zu ainen Bettler darob werden, dann gmaine Gemäll will ich im Jahr ain Hauffen machen, das niemandt glaubte, das möglich were, das ein man thun möchte, an solchen mag man etwas gewinnen, aber das fleisig kribeln geht nicht von statten u. s. w.“

Ferner schreibt Dürer in eben diesem Briefe: „Vnd komb ich etwa vber 1 Jahr, 2 oder 3 zu euch, so muß man die Taffel abheben, ob sie woll dürr were worden, so wollt ich sie von neuem mit einem besondern Fürneis, den man sonst nit kann machen, vf ain neues vberfierneisen, so wirdt sie vber 100 Jahr lenger stehen davor, last sie aber sonsten niemandt mehr firneisen, dan alle andere Firneis sind gelb, vndt man wurde auch die Taffel verderben. etc.“

Diesen Brief schließt Dürer mit den Worten: „griest mir euern Maller Marthin Hessen, mein Hausfrau lest euch bitten vmb ein Trinkgeldt, das steht zu euch, ich Zeug euch nit höher, als hiemit wil ich mich euch befohlen haben vnd last mich den sein, ich hab geeilt. Datum Nürnberg am Sonntag nach Barthlmey 1509.“

Endlich geht noch aus einem von A. Dürer an diesen Heller, Nürnberg am Freitag vor Gallus 1509, geschriebenen Brief hervor, daß ein zweiter Bruder (oder wie A. Dürer schreibt: junger Bruder) damals bei ihm gewesen, indem er sich in dessen Namen für das überschickte Trinkgeld von 2 Gulden, und die seiner Frau gemachte Verehrung bedanckt.

Uebrigens besitzen Se. Königl. Hoheit der Kronprinz von Baiern von A. Dürer das von demselben i. J. 1500 gemalte Porträt seines ältern Bruders Johann, der 1506 gestorben ist[8], und das Porträt des Jakob Fugger[9] von A. Dürer sehr schön mit schwarzer Kreide auf Papier gezeichnet.[10]

Nachtrag aus: Lipowsky Künstler II

Dürer (Albrecht). Bei diesem Künstler, von welchem im ersten Bande S. 57. u. 227. gehandelt worden, sind noch dessen Mariginal-Zeichnungen zu einem lateinischen Gebetbuche, die in der Kgl. Hofbibliothek zu München sich befinden, und die von dem baier. Künstler Strixner äußerst glücklich auf Stein gegraben wurden, hier nachzutragen. v. Göthe hat in der Jenaer Literaturzeitung v. J. 1809 Nro. 65. hierüber eine meisterhafte Rezension einrücken lassen. Uebrigens hat auch Mark Antonio die Dürerischen Blätter heimlich nachgestochen. Oberdeutsche allg. Literaturzeitung. Jahrgang 1810. Ziffer 106. S. 853.


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Fußnoten

  1. Siehe Wohlgemuth und Ettlinger in der Note über die deutsche Schule.
  2. Dürer war der erste, der über Befestigungskunst mit Vollwerken schrieb. Sein Werk führt den Titel: Unterricht von Befestigung der Städte, Schloß und Flecken. und kam zu Nürnberg 1527 heraus. Felix Jos. Lipowski Bürger-Militär-Almanach. Jahrgang 1809. S. 68. u. Jahrg. 1810. S. 6.
  3. Sanzio (Raphael) geboren zu Urbino 1483, erhielt von der Natur Geschmack, Genie und Talent für die Malerkunst, und eminirt noch immer als der erste unter allen großen und berühmtn Malern. Sein Vater Johann Sanzio ließ ihn anfangs irdene Geschirre malen, und gab ihn zum Peter Perugino in die Lehre. Zu Florenz studirte er nach den berühmten Kartens des Leonardo da Vinci und des M. A. Bonaroti. Ein glückliches Genie, eine fruchtbare Einbildungskraft, eine schöne Auswahl, eine glückliche und treffende Wahl des zweckmäßigsten Moment der Handlung, eine sehr richtige Zeichnung, ein kräftiger Pinsel, angenehme und edle Figuren, feine Gedanken, natürliche und wohl ausgedrückte Stellungen und Leidenschaften, dann ein prachtiges Kolorit, worin er doch unter Titian stehen soll, und worin auch des Corregio Pinsel markigter gefunden werden will, zeichnen vorzüglich seine Gemälde aus. Er starb zu Rom 1520, und liegt in der Kirche Maria Rotonda begraben. Die königl. Gallerie zu München besitzt ein Gemälde von ihm, das den heil. Hieronimus vorstellt. s. a. Vasari, vite dei Pittori etc. (Fiorenzo 1568.) T. III. p. 64. Mannlich B. I. S. 359. II. Nro. 106. 142. 149. 1044. u. 1172. Vita di Rafaello dá Urbino. di Georgio Vasari (Roma 1751.) Graf Fr. Leopold Stollberg’s Reisen. Th. II. S. 83.
  4. Geboren zu Leyden 1494, lernte bei seinem Vater Hugo Jakov, einem geschickten Maler. Er malte auf Glas, auch mit Wasser- und Oelfarben. In einem Alter von 15 Jahren begann er schon in Kupfer zu stechen. Sein Pinsel ist leicht, seine Gewänder sind fleißig gearbeitet, und seine historischen Stücke gut zusammengesetzt. Descamps. B. I S. 42. Christ. S. 285 Er starb 1533. Allgem. Künstler-Lexikon. B. II. S. 101.
  5. Siehe Pleydenwurf.
  6. Man muß dieses Monogram von dem des Albrecht Altorfer, aus der Schweitz gebürtig, nicht vermengen, dessen gothisches A viele für A. Dürer lesen, und dessen 38 vorgefundene kleine Platten unter dem irrigen Namen des erwähnten Dürer 1604 zu Zürich abgedruckt wurden. Füßli Gesch. u. Abbildung der beßten Maler in der Schweitz. (Zürich 1770.) Th. I. S. 1. u. 721. Heinecke Dictionnaire des artistes, dont nous avons des estampes. (Leipsic 1786:) T. I: p. 177.
  7. Michael Angelo Bonaroti war sehr neidisch auf des A. Dürers Kunst. Er kaufte, so viel er konnte, von desselben Werken, und zerbrach oder verbrannte sie. Johann Georg Meusel’s neue Miscellaneen artistischen Inhalts für Künstler und Kunstliebhaber. (Leipz. 1794.) St. IV. S. 517.
  8. S. Dürer (Johann).
  9. S. Fugger (Jakob).
  10. Ueber des A. Dürer Kunstwerke so anders sind auch Aufschlüsse enthalten im Pantheon, einer Zeitschrift für Wissenschaft u. Kunst von J. G. Büsching und K. L. Kannegießer. (Leipz. 1810) B. I. Heft I. S. 75. und im raisonnirenden Verzeichnisse aller Kupfer- und Eisenstiche des A. Dürers. (Frankfurt u. Leipz. 1778.)