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Anton Drexl (GND 116219807)


Daten
Nachname Drexl
Vorname Anton
GND 116219807
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Anton Drexl in der BSB

DREXL (Anton), der WW. und Th. Dr., Professor der lateinischen und griechischen Klassiker und Universitätsbibliothekar zu Landshut. Er wurde am 27sten Iänner im Iahr 1753 zu Lenggries in Oberbaiern, wo sein Vater Flossmeister ist, geboren, studirte zu München und Ingolstadt, ward im Iahr 1781 Weltpriester, und im I. 1784 zu Ingolstadt Benefiziat, Schulinspektor, und zweyter Universitätsbibliothekar. Er kam in den damaligen Inquisitionszeiten, da in Baiern jedermann, der von Aufklärung sprach, verdächtig ward, in unangenehme Lagen, welche ihn, und mehrere gute Köpfe zum Entschluss brachten, Baiern zu verlassen. Er gieng im Iahr 1785 nach Graubündten, und 2 Iahre später nach Italien, wurde gleich bey seiner Ankunft zu Pavia des dortigen teutschungarischen Kollegiums Präfekt, und späterhin Privatlehrer der griechischen Sprache. Im Nov. 1797 erhielt er den Ruf als Bibliothekar an der neudotirten Nationalbibliothek zu Brescia, wo er 20 Monate blieb. Dann privatisirte er zu Venedig und Vicenza, kam endlich unter der dermaligen Regierung wieder in sein Vaterland zurück, und wurde im Iahr 1802 an der Landesuniversität zu Landshut Professor der Philologie oder (nach dem Ausdruck des Dekrets) der latein. und griech. Klassiker.

Seine Schriften sind:

  • Vorschlag und Plan eines historischen Musäums für Baiern und angränzende Gegenden den Mitfreunden vaterländischer Aufklärung als Anfrage und Einladung, 8. 1784. (Dieses Musäum kam nicht zu Stande).

Raccolta di scelte Prose Alemanne, con gli elementi grammaticali ad uso degl’ Italiani, Tom. I. Pavia, 8. 1789, 176 S. Tom. II. 223 S.

S. Ienaer ALZ. 1790, II. S. 543. Efem. lett. di Roma, 1789, n. 34.

Historische Vergleichung der ältern und neuern Anordnungen, die Polizey der Kirche im Staate betreffend, aus dem Italienischen mit Rücksicht auf Teutschland übersezt, und mit Anmerkungen begleitet, 8. Salzburg 1791, 604 S. (das Original ist von Monsign. Daverio, Kanonicus am Domstifte zu Mailand).

S. Obert. ALZ. 1791, II. S. 5--13.

Spicilegium observationum in Theocritum ad Iosephum Zolam, hist. eccles. prof. collegii germanici et hungarici, quod est Ticini, rectorem, 8. 1795. (Steht auch im Iournal di varia Letteratura, Tom. IV).

S. Ien. ALZ. 1795, I. S. 645--648. Götting. gel. A. 1794, III. S. 1501--1503. Erlang. gel. Z. 1796. S. 17.

Aufsätze in Wekhrlin’s grauem Ungeheuer 1785--1786, und in andern periodischen Schriften.


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