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Paul Jakob von Feuerlein (GND 116564989)


Daten
Nachname von Feuerlein
Vorname Paul Jakob
GND 116564989
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Paul Jakob von Feuerlein in der BSB

von FEUERLEIN (Paul Jakob) Rathskonsulent in Nürnberg. Er wurde am 5ten Junius 1752 zu Nürnberg, wo sein Vater Johann Konrad Feuerlein Rathskonsulent war, gebohren. Von 1760 bis 1768 genoß er den Unterricht am Gymnasium, und 1768 am Egidischen Auditorium zu Nürnberg, dann von 1769 bis 1771 an der Universität zu Altdorf in den historischen, philologischen und philosophischen Wissenschaften, und in den Rechten. Am 4. März 1771 disputirte er unter Professors Will Vorsitz De sanctionis Carolinae seu aureae bullae Autographo Norimbergensi eiusque lectionibus variis, und gieng dann nach Helmstädt, wo er juristische, medizinische, philosophische, historische, und mathematische, öffentliche und Privat Vorlesungen hörte, zugleich englisch, französisch, und italienisch lernte, und in die dortige herzogliche teutsche Gesellschaft als ordentliches Mitglied aufgenohmen wurde. Im Jahre 1773 machte er eine Reise nach Braunschweig, Hannover, Hamburg, Lübeck, Berlin, Leipzig, Halle, Jena u. s. w. und vertheidigte, da er nach Helmstädt zurück kam, seine Dissertation De territorio Norico, deque jure cognoscendi in subditos intra et extra illud sitos, magistratui Norimbergensi competente. Im Jahre 1774 bereisete er die Rheingegenden und Holland, dann Schwaben und Franken, wurde 1775 Doktor der Rechte in Altdorf, 1779 in Nürnberg Rathskonsulent, 1784 Assessor am Untergericht, dann 1789 der Universität Altdorf Prokanzler, und Kaiserl. Hof- und Pfalzgraf. Unterm 21. September 1790 wurde er vom Kurfürsten von Pfalzbaiern, von Reichsvikariats wegen, in den Adel und Reichsritterstand mit dem Prädikat Ritter und Edler zu Neuenstadt erhoben. An der Errichtung der Gesellschaft zur Beförderung vaterländischer Industrie, die 1792 in Nürnberg zu Stande kam, hatte er thätigen Antheil, so wie er seine, von Amtsgeschäften freien, Stunden den literarischen und historischen Studien widmete, über welche Fächer er eine sehr ansehnliche Bibliothek besaß. Viele widrige Ereignisse trübten ihm den Abend seines immer thätigen, und für Nürnberg und Altdorf sehr verdienstvollen Lebens. Er starb den 11. März 1811, und hinterließ eine Wittwe und 2 Töchter. Mit ihm erlosch der Stammen eines sehr achtungswerthen Geschlechtes, welches der Gelehrten Republik viele verdiente Männer gegeben hatte. Seine Schriften:

Vergl. Weidlich’s biograph. Nachrichten Th. I. S. 182 u. Th. V. S. 80. Meusel’s gel. Teutschl. B. II. S. 315. B. IX. S. 337. u. B. XVI. S. 344. Will’s u. Nopitsch Nürnb. Gel. Lex. B. V. S. 325-331. Will’s Geschichte d. Univ. Altd 2 Ausg. S. 63.

  1. 1. Diss. epist. de privilegiis, dotis sponsae competent. 4. Helmst. 1772.
  2. 2. Diss. de territorio Norico etc. 4. ibid. 1773.
  3. 3. D. inaug. sistens observationes de Nominatis senatus Norimbergensis numerosioris: Von den Genannten des grössern Raths zu Nürnberg. 4. Altdorf 1774.
  4. 4. Aufsätze in periodischen Schriften.
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