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Georg Fischer (GND 129103640)


Daten
Nachname Fischer
Vorname Georg
GND 129103640
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Georg Fischer in der BSB

Fischer, (Georg) ein Maler, wurde zu Braunau geboren, ließ sich 1698. zu Landshut als Maler nieder, und begab sich sodann 1700. nach München. Er wählte sich A. Dürer, und Rubens[1] zu seinen Mustern. Das Altarblatt: Mariens Himmelfahrt in der ehemaligen Salvators-Kirche zu München, das nunmehr in der dortigen Pfarrkirche zu U. L. Frau unweit des Taufsteines hängt; dann ein Altarblatt in der ehemaligen Augustinerkirche daselbst, die Verklärung Christi vorstellend, sind von seinem Pinsel. In eben dieser Kirche hiengen auch von ihm zwei Gemälde der Martyrer-Tod des Johann des Täufers, und des Evangelisten Johannes. In den königl. baier. Gallerien befinden sich von diesem Künstler: Die 12 Apostel; ganze Figuren auf Leinwand nach A. Dürer. Weizenfeld Nro. 200. Rittershausen S. 274. Westenrieder. S. 159. 186. u. 345.

Nachtrag aus: Lipowsky Künstler I

Fischer (Georg). Von diesem Künstler sind noch folgende merkwürdige Gemälde nachzutragen, die im ehemaligen Herkulessaale der Kgl. Residenz zu München sich befanden: a) Fünf Stücke, welche die siegreichen Thaten der Herzoge Ludwig und Heinrich von Baiern vorstellen. b) H. Ludwig der Baier von den Churfürsten zum römischen Kaiser erwählet. c) Die Herzoge Ludwig und Heinrich schlagen den König Ottokar von Böhmen bei Mühldorf in die Flucht. d) Die Alliirten des selben werden über den Inn getrieben.


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Fußnoten

  1. Rubens, (Peter Paul) der größte und erste Maler der Niederländischen Schule, wurde zu Cölln 1577. geboren. Tobias Verhägt, Adam van Oort, und Octav van Veen waren seine Lehrmeister. Er machte große Reisen, um die Werke der alten und neuen berühmtesten Künstler zu studiren, und erwarb sich so einen sehr hohen Grad von Ruhm und sehr große Celebrität. Er war ein eben so großer Kolorist, als Titian, Tintoret und Corregio; er kannte den Effekt der Farben in verschiedener Entfernung, und ihren Kontrast. Seine Farben sind meistens gleich einem Firniß aufgetragen, und doch haltbar. In der Zusammensezung und Darstellung der Leidenschaften war er Meister. Er verstand das Kostüme, und verband mit seinen Arbeiten den feinsten Geschmack. Seine Zeichnung ist meistens unverbesserlich, und selten mittelmäßig. Gegenstände, die mit Enthusiasmus gefühlt, und mit Feuerzügen dargestellt werden mußten, entsprachen seinem Genie am beßten; als z. B. der Kindermord, Amazonen-Schlachten, Sturz der Engel, das lezte Gericht, Thiergefechte, u. s. w. Rubens hat nicht nur das Verdienst eines der ersten Maler, sondern auch eines großen Staatsmannes. Der König von Spanien sandte ihn an den König von England, Karl I., in wichtigen Geschäften und Friedens-Unterhandlungen, und Karl schlug ihn zum Ritter und schenkte ihm seinen Degen nebst andern Kleinodien. Der König von Spanien ernannte ihn hierauf zu seinen Kämmerer, und gab ihm den goldenen Schlüssel. Rubens starb 1640. zu Antwerpen, und liegt in dortiger Pfarrkirche zum heil. Jakob begraben. Rubens lebt ewig in seinen Werken; nam Musa vetat mori. Descamps T. I. p. 297. Mannlich B. I. S. 396. Die königl. Gallerie zu München besizt einen Schaz und eine Menge seiner Werke.