Christoph Kaspar Höschel (GND 123366046)
Daten | |
Nachname | Höschel |
Vorname | Christoph Kaspar |
GND | 123366046 ( DNB ) |
Wirkungsgebiet | Kunst |
Höschel (Christoph Kaspar), geboren zu Augsburg den 4ten März 1744, widmete sich den Wissenschaften an dem dortigen Gymnasium, und da Brander vielfältige Kunde von dessen ausgezeichnetem Genie und von dessen starker Neigung zur Ausübung der Mathematik erhielt, so suchte er mit ihm Bekanntschaft, und bot ihm Unterricht in dieser Wissenschaft an. Mit Freude verließ Höschel 1760 das Gymnasium und begab sich zum Brander. Nach Verlauf von 2 Jahren hatte dieser Lehrling schon solche Fortschritte gemacht, daß Brander zu einem seiner Freunde sagte: „Dieser Mensch kommt mir nimmermehr von meiner Seite.“ Von dem Jahre 1760 hatten sich Branders Geschäfte sehr erweitert, und Höschel beeiferte sich, alles anzuwenden, um die Genauigkeit der Instrumente auf den möglichst höchsten Grad zu bringen, das vorzüglich an den mikrometrischen Glastheilungen zu ersehen ist, womit sogar die astronomischen Sehröhren des Königs von England auf seinem Privat-Observatory zu Richmond-Park versehen werden mußten. -- Wäre in der Folge der Krieg nicht an den Ufern des Rheins ausgebrochen, und von dort weiter ausgedehnt worden; so würden 2 vollständige physische Kabinette nach Höschels Geschmack von seinen Händen ausgerüstet worden seyn, eins nach Düsseldorf und das andere nach Bonn. Zum ersten Kabinette wurde beinahe der vierte Theil schon abgeliefert. Dieser Künstler heurathete die älteste Tochter seines Lehrers, des oben angeführten Georg Friedrich Brander.
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