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Karl Heller von Hellersperg (GND 116687096)


Daten
Nachname von Hellersperg
Vorname Karl Heller
GND 116687096
( DNB )
Wirkungsgebiet Politik, Wissenschaft


BSB Karl Heller von Hellersperg in der BSB

von HELLERSPERG (Karl Heller), der R. Dr., kurfürstlicher Landesdirektionsrath in München. Er ward am 14ten Sept. 1772 zu Burghausen geboren, studirte daselbst die untern Klassen, und zu Ingolstadt die höhern, und die Civilrechte. Bey den kurfürstlichen Pfleggerichten Reichenhall und Dachau, und darauf bey der Hofanlagshauptbuchhalterey in München lernte er die Gerichtspraxis, und wurde zu verschiedenen diplomatischen Geschäften gebraucht, welche seine Fähigkeiten und seine bereits gesammelten theoretischen und praktischen Kenntnisse im vollsten Maase bewiesen. Im Iahr 1797 wurde er ausserordentlicher Professor der teutschen Reichsgeschichte und des baierischen Staats- und Fürstenrechts an der hohen Schule zu Ingolstadt, welche Stelle er nur bis zum Mai 1799 bekleidete, wo er, noch in den lezten Tagen seiner Professur, ungeachtet aller von der Falkultät in den Weg gelegten Hindernisse, das so wichtige Katheder des teutschen Privatrechts einführte. Im Iahr 1797 ernannten ihn Se. herzogliche Durchlaucht von Pfalzzweybrücken zum Hofrathe, und die historische Klasse der kurfürstlichen Akademie der Wissenschaften zu München, so wie im Iahr 1798 die königliche Societät der Wissenschaften zu Göttingen, zu ihrem Mitgliede. Im Iahr 1799 verlor ihn die Universität, weil er den Ruf als Landesdirektionsrath der ersten Deputation nach München erhielt.

Seine bisherigen Schriften sind:

Ueber den Regierungsverzicht des Bayern-münchnerischen Herzogs Sigismund. Mit 12 noch ungedrukten Urkunden begleitet, 8. Regensb. bey Montag 1797, 80 S.

S. Ien. ALZ. 1799, Sept. S. 623. Obert. ALZ. 1797. II. S. 612.

Ueber die Verhältnisse zwischen der Gerichtsbarkeit und den Schaarwerken in Baiern, aus den Gesetzen und der Landesverfassung abgezogen, und mit Urkunden begleitet, 8. Nürnberg bey Stein 1798, 9 Bog.

S. Ien. ALZ. 1799, Iän. S. 175. Neueste landschaftl. Bibl. für Baiern 1800, St. 1, S. 61--69.

Literarische Ephemeriden für 1799, (in Gesellschaft mit Franz von Paula Schrank herausgeg.), 8. Ingolstadt bey Attenkofer, 1stes und 2tes Stück. (Die folgenden 4 Stücke, 8. 1800, Ingolstadt bey Krüll, gab Schrank allein heraus).

Auch sind die 3 Programmen: G. Auers Versuch einer staatsrechtlichen Prüfung der ungeschlossenen Hofmarken in Baiern-- Matth. Lipperts Entstehungsgeschichte des heutigen Hauptstaates Baiern-- H. L. Spengels staatsrechtlicher Versuch über die Edelmannsfreyheit in Baiern (Ingolstadt, 8. 1798), unter seiner Handleitung geschrieben worden.

Berichtigung einer abweichenden Leseart in Karl Meichelbecks historia Frisingens. und in den monumentis Weyhensteph. im IX. B. der Monum. boicor.; im AL. Anzeiger 1800, April, S. 655.

Beytrag zur Wappengeschichte der Herzoge in Baiern; ebendas. 1801, April, S. 550.

Mehrere Aufsätze; ebendas.

Beyträge zu mehrern periodischen Schriften.

Beyträge zur neuern Geschichte der Patrimonialgerichtsbarkeit in Baiern, 8. München 1802.

Nachtrag aus: Baader 1804 Gelehrtes Baiern

S. 489. von HELLERSBERG (Karl), nun durch Vertauschung seines Amts (an Fessmaier) Professor des baierischen Staats- und Fürstenrechts zu Landshut.


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