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Johann Kupetzky (GND 121110559)


Daten
Nachname Kupetzky
Vorname Johann
GND 121110559
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Johann Kupetzky in der BSB

Kupetzky[1], (Johann) wurde 1667 zu Pösing[2] an der ungarischen Gränze geboren, und lernte bei Claus, einem Maler von Luzern in der Schweitz, der damals in Wien arbeitete. Er begab sich hierauf als ein armer Junge nach Italien, wo er der Kunst wegen anfangs hungerte und durstete, dabei aber immer fort studirte. Endlich bekam er den Auftrag, ein Gemälde für den Arzt der kaiserl. Gesandschaft in Rom zu verfertigen, das ihm Ruhm und die Bekanntschaft des Prinzen Alexander Sobieski verschafte, der seine Arbeit reichlich belohnte. Nach 22jährigem Aufenthalte in Italien kehrte er 1709 nach Wien zurück, wo er die kaiserl. Familie und die dortigen Magnaten malte. Im Jahre 1716 erhielt er einen Ruf in das Karlsbad, um das Porträt des Czaar aller Russen, Peter des Großen zu malen, und als er dieses mit großer Kunst vollendet hatte, begab er sich nach Nürnberg, wo er in Ruhe, ferne vom Geräusche der Höfe, sein Leben zubrachte, und dasselbe 1740 beschloß. Die Art seines Farbenauftrages ist frei und kräftig, und der Schimmer des Helldunkels, die Massen des Lichtes, dann der Schatten empfehlen seine Gemälde als Meisterstücke, und erregen Bewunderung. Um sich eine gründliche Einbildung von Kupetzky’s Köpfen zu machen, muß man die Stärke von Rubens, das Zarte und Geistige von Vandyk, und den Schatten und die Zauberei von Rembrand sich vorstellen. Diese wirkliche, verstärkte Natur sieht man in seinen Gemälden viel; sein eigen Bildniß mit der Brille, welches Vogel in schwarzer Arbeit schabte, ist eines davon. Die königl. baier. Gallerie zu München besitzt sein von ihm gemaltes Porträt, ein Kniestück. v. Weitzenfeld. Beschreib. d. Gallerie zu Schleißheim. (München 1775.) Nro. 844. Bernard, dann J. Christoph Vogel, Vater und Sohn haben nach seinen Gemälden in Kupfer gestochen. Füßli am a. O. S. 18. v. Rittersausen. S. 267. Das stehende Bildniß des Bischofs von Hutten, ein Kniestück auf Leinwand. Mannlich B. I. S. 242. II. Nro. 443. J. G. Meusels neue Miszellaneen artistischen Inhaltes. (Leipz. 1799.) St. X. S. 221--230. St. XI. S. 243--260.


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Fußnoten

  1. Siehe Eichler.
  2. Ungarisch Bozin, slaw. Pesineck eine königl. Freistadt in der Preßburger Gespannschaft gelegen.