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Leopold Ladislaus Pfest (GND 123076854)


Daten
Nachname Pfest
Vorname Leopold Ladislaus
GND 123076854
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst, Wissenschaft


BSB Leopold Ladislaus Pfest in der BSB

PFEST (Leopold Ladislaus) Landrichter zu Salzburg; ein gebohrner Altbaier, denn er kam zu Isen unweit Erding in Oberbaiern, wo sein Vater fürstlich Freysingischer Rath und Beamter der Herrschaft Burgrhain war, zur Welt am 15. November 1769. Er studirte die niedern Schulen und die Philosophie zu Freysing, hierauf, nach dem Tode seines Vaters, an der Universität zu Salzburg die Theologie, und dann die Rechte. Auf Einladung des damaligen Salzburgischen Hofkanzlers Freyherrn von Kürsinger und des Stadtsyndikus Loes, trat er in Salzburgische Dienste; wurde im Jahre 1791 beym Stadtsyndikate zu Salzburg Accessist, dann 1793 Anwald, kam 1797 als Mitterschreiber nach Neumarkt, im Jahre 1798 als Oberschreiber nach Mattsee, 1800 als Oberschreiber nach Waging, wo er bey dem Einfall der Franzosen das Amt führte, und 1802 als Oberschreiber nach Saalfelden im Pinzgau. Bald nach der vorgegangenen Regierungsveränderung wurde Pfest am Neujahstage 1804 als Administrator des Pfleg- und Landgerichts Neuhaus, und am 1. Februar desselben Jahres auch als Administrator des Pfleg- und Landgerichts Glaneck, dann des Berggerichts Oberalm aufgestellt. Im Jahre 1805 erfolgte die Aufhebung des Pfleggerichts Glaneck, und er wurde zum Kursalzburgischen Rath und zum wirklichen Pfleger in Neuhaus (Landgericht Salzburg) ernannt. Da das Fürstenthum Salzburg am 30. September 1810 an das Königreich Baiern kam, wurde er Königlich Baierischer Landrichter, und der Sitz des Landgerichts von Neuhaus in die Stadt Salzburg verlegt. Daselbst wurde er bey der neuerlichen Regierungsveränderung am 1. Mai 1816 Kaiserlich Oesterreichischer Landrichter, starb aber noch in demselben Jahre, nämlich am 3. Oktober 1816. Schriften:

  1. 1. Gedichte. 8. Salzburg bey Mayr 1804. 236 S. [1]
  2. 2. Anthologia epigrammatica latina, e poetis post renatas scientias ad nostra usque tempora claris, edita. Tomus I. ib. 8. 1805. 303 S. [2]
  3. 3. Tisch- und Trinklieder der Teutschen, gesammelt von L. L. Pfest. Erster Theil. 392 S. 2ter Theil. 397 S. Wien bey Degen. 8. 1811.
  4. 4. Epigramme. 8. Wien bey Degen 1811. 252 S. [3]
  5. 5. Die Jahreszeiten; eine Liederlese für Freunde der Natur. 8. Salzburg bey Mayr 1812. 476 S. [4]
  6. 6. An Seine Durchlaucht den Herrn Fürsten und Bischof Ernest von Schwarzenberg bey seiner Ankunft in Aige, Ode. (Salzburg.) 4. 1814.
  7. 7. Mehrere einzelne Gelegenheits-Gedichte.
  8. 8. Beytrag zur Gelehrtengeschichte von Salzburg über Friedr. Plank; im Salzburger Intelligenzblatte 1804. S. 337--340.
  9. 9. Historische Nachrichten von dem Geschlechte der Freyherrn von Rehlingen; eb. 1808. S. 415--423.
  10. 10. Dr. Johann Jakob Hartenkeil; eb. S. 558--564.
  11. 11. Beytrag zur Literatur von Salzburg; eb. 1810. S. 389.
  12. 12. Salzburger in Nordamerika; eb. S. 609.
  13. 13. Mehrere Aufsätze und Nachrichten; eb.
  14. 14. Gedichte; in Schmidts und Bindemanns Berliner Musenalmanach.
  15. 15. Rezensionen in Vierthalers Salzburg. Literaturzeitung.
  16. 16. Aufsätze in Grasers Archiv für Volserziehung durch Kirche und Staat.
  17. 17. Aufsätze in Harrlebens Justiz- und Polizeyfama.
  18. 18. Aufsätze und Gedichte im Morgenblatt 1810 und 1811.
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Fußnoten

  1. s. Hall. Lit. Z. 1804. IV. S. 22. Jen. Lit. Z. 1808. IV. S. 332.
  2. s. Jen. Lit. Z. 1808. III. S. 92.
  3. s. Neue Obert. Lit. Z. 1811. I. S. 589. Annalen der Lit. und Kunst in dem österr. Kaiserthum 1811. Heft I. Uebersicht der neuest. Lit. zum Morgenblatt 1811. n. 4. S. 23.
  4. s. Jen. Lit. Z. 1814. I. S. 255. Hall. Lit. Z. 1816. IV. S. 592.