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Lorenz von Quaglio (GND 116317140)


Daten
Nachname Quaglio
Vorname Lorenz von
GND 116317140
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Lorenz von Quaglio in der BSB

Quaglio, (Lorenz von) wurde zu Laino des Departemento dell L'ario im Königreiche Italien 1730 den 23ten Julius geboren, und kam mit seinem Vater Joh. Maria Quaglio kaiserl. königl. Ingenieur und Baumeister nach Wien, wo er in der dortigen Akademie das historische Fach und die Architektur studirte, und dann 1750 in die Dienste des höchstseeligen Churfürsten Karl Theodors als Hofarchitekt nach Mannheim kam. Im Jahre 1772 machte er mit Höchstdesselben Bewilligung eine Reise nach Rom und Neapel. Als dieser Churfürst in Baiern succedirte und seine Residenz nach München verlegte, kam auch Quaglio 1778 nach München als Hoftheater-Architekt, wo er den 7ten Mai 1804 an einem Schlagfluße gestorben ist. Von dem großen Talente dieses Künstlers in der Malerei sowohl, als vorzüglich in der Baukunst zeugen seine Werke. Schade, daß erstere ihn nicht so dauernd der Nachwelt verewigen, als letztere! Es würde sich des Künstlers Geist und Geschmack noch mehr aussprechen. Es genügt hier von seinen aufgeführten Gebäuden das Theater und den Redouten-Saal in Mannheim, das Theater in Frankfurt und das Rathhaus zu Lauingen (im Ober-Donaukreise) zu nennen. Die Opern Castor und Pollux, dann Armida, die er in München dekorirte, sind allen Zeitgenossen in zu lebhaftem Andenken, als daß es hier einer weitläufigen Beschreibung bedürfte. Seine letzten Dekorationen für das Hoftheater zu München sind die für das Trauerspiel Agnes Bernauer, worunter sich die Gegend von Vobeburg, der Platz von Straubing und ein Kerker besonders schön auszeichnen. Von ihm sind zwei artige Architektur-Blätter bekannt. Das eine in Querquart-Form stellt eine unterirdische Gruft von einer Lampe beleuchtet vor. Im äußern Gewölbe kniet ein betendes Frauenzimmer vor einem Salge. Das andere Blatt in Folio zeigt eine doppelte Bogenstellung und das Innere eines Tempels mit einer großen, oben offen scheinenden Rotonda.


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