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Johann Baptist Georg Roppelt (GND 116608382)


Daten
Nachname Roppelt
Vorname Johann Baptist Georg
GND 116608382
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Johann Baptist Georg Roppelt in der BSB

ROPPELT (Johann Baptist Georg) Professor der Mathematik zu Bamberg; am 17. Dezember 1744 zu Bamberg, wo sein Vater Georg Roppelt Oberbaumeister und Hofkriegsrath war, gebohren. Er betrat in seiner Vaterstadt 1756 die Gymnasial-Klassen, und 1761 am Lyceum den mathematischen und philosophischen Unterricht. Vom Herbst 1763 an studirte er an der Universität Theologie und Kirchenrecht, und am 12. November 1764 trat er zu Banz in den Benediktinerorden. In demselben widmete er sich den Studien der Philosophie, Physik, Mathematik, Theologie, des kanonischen und Civilrecht, und übte sich im Zeichnen, und in praktischen geometrischen Unternehmungen. Am 23. September 1769 wurde er zum Priester geweiht, und übernahm hierauf die Predigersstelle in der Klosterkirche. Nachdem er verschiedene Klosterämter, worunter die Verwaltung der Lehensachen, und das Bauwesen waren, versehen hatte, verfertigte er eine musterhafte Beschreibung aller dem Kloster angehörigen Güter und Bezirke, und Specialkarten vom ganzen Fürstenthum Bamberg. Er machte auch auswärts viele geometrische Vermessungen, und später von den Städten Bamberg und Vorchheim vollständige Grundrisse. Das Naturalienkabinet des Klosters Banz ordnete er, und vermehrte dasselbe aus seine eigene Kosten. Im Julius 1794 wurde er an der Universität Bamberg zum Professor der theoretischen und praktischen Mathematik, zum Lehrer der Zeichnungskunst, und zum Bischöflichen geistlichen Rath ernannt. Im Jahre 1804 wurde er in den Ruhestand versetzt, widmete sich noch fortwährend mathematischen und geometrischen Arbeiten, und starb am 11. Februar 1814. Er war sehr klein von Statur, blaß und mager, und, wie ich ihn selbst persönlich kannte, zugleich ein sehr gründlicher Gelehrter, und ein sehr jovialer Gesellschafter. Von ihm erschien im Drucke:

Vergl. Meusel’s gel. Teutschland 5. A. B. VI. S. 427. B. X. S. 506. u. B. XV. S. 205. Jäck’s Pantheon der Literaten Bambergs H. V. und VI. S. 929--933. Nikolai Reise B. I. S. 93. Hirsching’s Nachrichten von sehensw. Gemälden u. Samml. B. III. S. 356--359. Hirsching’s Stifts u. Klosterlexikon B. I. S. 293. Ersch Handbuch der teutschen Lit. Abth. III. V. u. VI.

  1. 1. Institutio de calculo literali et analysi Bamb. 8. 1763. 102 S.
  2. 2. Praktische Abhandlung von den Gränzzeichen, samt einer geometrischen Unterweisung, zum Nutzen und Gebrauch der Kloster Banzischen Marken. Mit 7 Kupfern. Coburg b. Ahl. 8. 1775. 92 S. [1]
  3. 3. Introductio in Mathesin, quarumcunque scientiarum cultoribus accomodata, ad ejus quoque studium incitatoria. 8. Bamberg. 1775. Neue Aufl. 1777. 204 S. [2]
  4. 4. Praktischer Entwurf eines neu zu errichtenden Lager- oder Saalbuchs, Urbariums für Beamte, Kameralisten, Amtsverwalter, Feldmesser, Gutsherrschaften u. s. w. (Mit Vorrede von D. Iulius Malblank.) Mit 12 Kupfern. Fol. Nürnberg b. Raw. 1792. 21 Bogen. [3]
  5. 5. Oratio praefatoria, qua in universitate Bambergensi Professor matheseos lectiones suas inchoavit. 4. Bamb. 1794.
  6. 6. Einige Bemerkungen über die praktische Geometrie. 4. ebend. 1794. 2 Bog.
  7. 7. Systema univ. matheseos. 4. ib. 1794.
  8. 8. Geographische Karte des Bistums und Fürstenthums Bamberg in IV. Blattern. Nürnberg b. Weigel und Schneider. 1769. 1801 u. 1804. Vier Auflagen.
  9. 9. Historisch Topographische Beschreibung des Kaiserlichen Hochstiftes und Fürstenthums Bamberg, in 2 Teilen. Nebst einer geographischen Originalkarte dieses Landes. ebend. 8. 1801. 696 S. [4]
  10. 10. Geometrische Aufnahme und Grundriß der Stadt Bamberg.
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Fußnoten

  1. s. Neue allg. t. Bibl. B. 28. II. S. 504.
  2. s. Lit. des kath. Teutschl. B. 2. S. 492.
  3. s. Jen. Lit. Z. 1794. II. S. 393. u. IV. S. 587. Erlang gel. Z. 1794. St. 28. S. 694. Staatsw. u. jur. Lit. 1794. III. S. 282. Reichsanzeiger 1794. S. 761. Fränk. Merkur 1794. St. 34. S. 619. Tüb. gel. Z. 1795. S. 289.
  4. s. Obert. Lit. Z. 1802. I. S. 91.