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Georg Kolumban Rosser (GND 132844583)


Daten
Nachname Rosser
Vorname Georg Kolumban
GND 132844583
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Georg Kolumban Rosser in der BSB

ROSSER (Georg Kolumban) Professor der Philosophie zu Würzburg; am 11. Dezember 1736 zu Mönchstockheim im Würzburgischen gebohren. Er studirte zu Würzburg und Bamberg, trat am 5. November 1760 zu Banz im Bambergischen in den Benediktinerorden, und wurde 1764 Priester, dann 1770 in seinem Kloster Professor. Im Oktober 1772 wurde er als Professor an die Universität Würzburg berufen, wo er Logik und Metaphysik lehrte. Er wurde Doktor der Philosophie, und von der Akademie nützlicher Wissenschaften in Erfurt unter die korrespondirenden Mitglieder aufgenohmen. Als Professor arbeitete er auf den edlen Endzweck hin, der ihm anvertrauten Jugend eine Philosophie beyzubringen, von welcher sie die angenehmsten und sichersten Vortheile nicht nur in den engen Schranken der akademischen Studien, sondern den weiten Bezirk ihres Lebens hindurch, entweder als Staats oder Religionsdiener, genießen sollten. In dieser Absicht war er unermüdet, sich einen reichen Vorrath der nützlichsten Kenntniße, nicht nur aus den besten philosophischen Werken alter und neuer Zeiten zu sammeln, sondern auch aus der Geschichte, Geographie, Länder und Völkerkunde, den Menschen nach der Mannigfaltigkeit der Zeiten, der Himmelsgegenden, der Staatsverfassung, der Gewerbe, der Rationaltugenden und der Rationalfehler, der Vorurtheile und ihren Quellen zu studieren, die mühsam ausgehobene Beobachtungen in Kraft und Resultate zu verwandeln, und zum Besten seiner Schüler anzuwenden. Er erreichte nur ein Alter von vier und vierzig Jahren, und starb am 12. Dezember 1730. Seine Schriften:

Vergl. Bönicke Geschichte der Universität zu Würzburg Th. II. S. 195--199. Hirschings hist. lit. Handbuch fortges. von Ernesti B. X. Abth. 1. S. 78--80. Meusels Lexikon verstorbn. Schriftsteller B. XI. S. 390. Jäcks Pantheon der Literaten Bambergs Heft V. u. VI. S. 923. Literatur des kathol. Teutschl. B. II. S. 56 u. 201. u. B. IV. S. 39 u. S. 305--310. Ladvocats Handwörterbuch B. VI. S. 1777.

  1. 1. Theses ex institutionibus logicae idealis. Bamb. 8. 1760.
  2. 2. Encyclopaedia positionum philosophicarum ac mathematicarum. 8. Coburgi 1772. 384 S.
  3. 3. Commentationes duae de sensu veri. 4. Wirceb. 1774--1778.
  4. 4. Diss. de praejudicio antiquitatis et novitatis. 4. ibid. 1775. 24 S.
  5. 5. Institutiones logicae. 8. ibid. 1775. 198 S.
  6. 6. Institutiones metaphysicae. 8. ib. 1776. Nova edit. ib. 1795. 120 S.
  7. 7. Primae lineae anthropologiae. ib. 1776. 64 S.
  8. 8. Institutiones geographiae physicae. ib. 1777.
  9. 9. Comm. acad. de ortu amicitiae. 8. Wirceb. 1778. 16 S.
  10. 10. De gloriae finibus, a Cicerone nimium prolatis. ibid. 1778.
  11. 11. De Taciti mores Germanorum exponentis fide non dubia. ibid. 1778.
  12. 12. De quibusdam Philosophiae naturalis theoriis. 8. ib. 1779. 28 S.
  13. 13. De Theologia ab Astronomiae Studio non sejungenda. 8. ib. 1779. 22 S.
  14. 14. Disquisitio libelli: Entwurf zu der ältesten Erd- und Menschengeschichte. 8. eb. 1779.
  15. 15. Observationes de cultura humanitatis felicitatem juvante non metiente. 4. ibid. 1778. 16 S.
  16. 16. Institutiones philosophicae de homine et Deo, in usum auditorum adornatae. 8. Wirceb. 1780. 270 S.
  17. 17. Institutiones historiae humanitatis. 8. Bamb. 1794.
  18. 18. Aufsätze in dem Fränkischen Zuschauer 1773.
  19. 19. Theses philosoph. 1774--1779.
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