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Beda Schallhamer (GND 104048557)


Daten
Nachname Schallhamer
Vorname Beda
GND 104048557
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Religion


BSB Beda Schallhamer in der BSB

SCHALLHAMER (Beda) Benediktiner Abt zu Wessobrunn; am 10. Jäner 1684 zu Teisendorf im Salzburgischen, nun in den Isarkreis gehörig, aus einer, vom Kaiser Ferdinand III. in den Adelstand erhobenen, Familie gebohren. Nachdem er zu Salzburg die untern Schulen, und die Philosophie vollendet hatte, gieng er in das Baierische Benediktinerkloster Wessobrunn, und legte am 6. Jäner 1704 die Ordensgelübde ab. Er studirte dann die Theologie, und die Rechte, theils im gemeinschaftlichen Studium der Baierischen Benediktinercongregation, theils an der hohen Schule zu Salzburg, und wurde den 2. Junius 1708 zum Priester ordinirt. In seinem Stifte versah er verschiedene Aemter, und zweymal das Priorat. Dann war er Professor des Kirchenrechts in den Benediktinerklöstern Prifling bei Regensburg, und Michelfeld in der obern Pfalz. Im Jahre 1734 kam er nach Freysing, wo er Regens des Bischöflichen Lyceums, Professor des Kirchenrechts, und geistlicher Rath ward, und bis 1741 blieb, in welchem Jahre er nach Salzburg als Professor des Kirchenrechts berufen wurde, und das Doktorat beider Rechte erhielt. Doch nach 2 Jahren muste er in sein Kloster Wessobrunn zurück, weil er am 30. Julius 1743 einstimmig zum Prälaten erwählet worden war. Zugleich übertrug man ihm 1747 die Präsesstelle der Salzburgischen Universität, und der Baierischen Benediktiner Congregation. Im J. 1753 feierte er sein fünfzigjähriges Ordensjubiläum, wozu ihm der berühmte Kardinal Angelus Maria Quirini ein lateinisches Glückwünschungsschreiben sendete. Dasselbe wurde in Quart unter dem Titel gedruckt: Corona anni millesimi, quem a prima fundatione Monasterium Wessofontanum, Jubilaei vero, seu quinquagesimi, quem a prima s. Religionis professione Reverendiss. D. Beda eiusdem coenobii Abbas celebrabat, seu Card. Ang. Mariae Quirini ad D. Bedam abbatem Epistola. Nachdem er übrigens der Abtei 17 Jahre vorgestanden, und sich, nicht nur um sein Stift, sondern um die gesammte Baierische Benediktinercongregation grosse Verdienste erworben hatte, starb er den 20. Mai 1760. Schriften:

Vergl. Leuthner historia monasterii Wessofontani S. 505. Zauner’s biogr. Nachr. von Salzburg. Rechtslehrern S. 95--97. u. Nachtrag S. 18. Hirsching’s Handbuch fortges. von Ernesti B. X. Abth. 2 S. 235.

  1. 1. Sponsus bis imponens ter delusus, seu casus sponsalitius, scholastici exercitii gratia propositus. 8. Ratisbonae 1717. 67 S.
  2. 2. Religio munda, seu theses canonicae de Simonia in ingressu religionis timenda, et titulis ab ea mundis. 8, ibid. 1718. 73 S.
  3. 3. Minister ordinum extraordinarius, seu theses canonicae de potestate conferendi minores ordines Abbatum regularium. 8. ib. 1719. 78 S.
  4. 4. Confessus moriens, seu theses canonici de valore confessionis in articulo mortis emissae. 8. ib. 1720.
  5. 5. Duodenae quaestiones selectae ex libro IV. Decretalium. 8. Frisingae 1736. 34 S.
  6. 6. Theses canonicae ad Tit. III. lib. V. Decretal. de causis et titulis dandi, vel acceptandi temporale propter spirituale, vel econtra, a Simonia mundis 8. Frisingae 1737. 110 S.
  7. 7. Variae canonicae quaestiones. 8. Salisb. 1742.
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