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Johann Georg Wachter (GND 104366273)


Daten
Nachname Wachter
Vorname Johann Georg
GND 104366273
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Johann Georg Wachter in der BSB

WACHTER (Johann Georg) zu Memmingen am 7. März 1673 gebohren. Studirte seit 1689 zu Tübingen Theologie, mehr aber schöne Wissenschaften, und verlegte sich auch auf Zeichnen und Malen. Im J. 1696 begab er sich nach Leipzig, bald darauf nach Halle, und 1697 nach Berlin und Frankfurt an der Oder. Durch eine Gratifikation des damaligen Kurfürsten von Brandenburg unterstützt, unternahm er eine Reise nach Holland. Es ward ihm eine Stelle in der philosophischen Fakultät zu Duisburg zugedacht; allein Schwierigkeiten in Ansehung der Besoldung vereitelten die Sache. Er bekam also einsweilen zum nothdürftigen Unterhalt eine Pension in Berlin, doch von 1707 an eine ordentliche Besoldung, und wurde, so wie schon vorher, läufig zur Verfertigung der Inschriften und Devisen bey feyerlichen Gelegenheiten gebraucht. Der 1713 zur Regierung gekommene König Friedrich Wilhelm I. entzog ihm, als einem entbehrlich scheinenden, Staatsdiener, obschon er auch Mitglied der Königl. Akademie der Wissenschaften in Berlin war, erst die Hälfte seiner Besoldung und dann auch den Rest. Wachter gieng hierauf nach Dresden, und von da, nach einer langwierigen und vergeblichen Erwartung einer Anstellung, oder Unterstützung bey seinen literarischen Arbeiten, nach Leipzig, wo er seine Glossarien schrieb, und wo sich der Magistrat seiner annahm, ihm die Fertigung eines systematischen Verzeichnisses der, in der Stadtbibliothek befindlichen griechischen und römischen Münzen, mit der Aufsicht über die literarischen Sammlungen, auftrug, und ihm eine ansehnliche Besoldung auf Lebenszeit aussetzte. Er lebte blos für sich, und seine Studien, entzog sich allen Umgangs, und starb in hohem Alter den 7. November 1757. Schriften:

Vergl. Bibliothek der schönen Wissenschaften B. IX. S. 160 --171. Saxii Onomast. litter. Th. VI. S. 717. Meusel’s Lexikon verstorbn. Schriftst. B. XIV. S. 305--307. Ladvocat’s Handwörterbuch B. IV S. 928.

  1. 1. Diss. de haeresi circa menses. 8. 1699.
  2. 2. Der Spinocismus im Judenthum, oder, die von dem heutigen Judenthum, und dessen Kabbala vergötterte Welt. In dreyen Theilen. 8. Amsterdam. 1699.
  3. 3. Origines juris naturalis, sive de jure humano naturae demonstrationes mathematicae. 4. Berolini. 1704.
  4. 4. Elucidarias cabbalisticus, sive reconditae Hebraeorum philosophiae recensio. 8. Romae (Halae.) 1706.
  5. 5. Glossarium Germanicum, continens origines et antiquitates linquae germanicae hodiernae; Specimen ex ampliore farragine decerptum. 8. Lipsiae. 1727.
  6. 6. Glossarium Germanicum, continens origines et antiquitates totius linquae germanicae, et omnium paene vocabulorum, vigentium et desitorum. Opus bipartium et quinque indicibus instructum. II Tomi. fol. ibid. 1737.
  7. 7. Archaeologia numaria, continens praecognita nobilissimae artis, quae numos antiquos interpretatur. 4. Lipsiae. 1740.
  8. 8.* Naturae et Scripturae concordia: Commentatio de litteris ac numeris primaevis, aliisque rebus memorabilibus, cum ortu litterarum coniunctis, illustrata et tabulis aeneis depicta. 4. Lipsiae et Hafniae. 1752.
  9. 9. De linqua Codicis argentei Commentatio; in Miscellaneis Berolinensibus ad incrementum scientiarum ex Scriptis Societ. regiae scientiarum exhibitis. Contin. I. Pars I. Berol. 1723. S. 40--47.
  10. 10. Tyrannus in veteri gemma monstroso et portentoso emblemate repraesentatus; ibid. Cont. II. P. III. 1727. S. 342--346.
  11. 11.* De alphabeto naturae et litterarum non naturalium a naturalibus origine, animadversio, in Novis Actis Erudit. 1743. S 40--48.
  12. 12.* Ad Dissertationem eruditam viri clarissimi Johannis Swintoni de linqua Etruriae regalis vernacula annotatiunculae; ibid. 1744. S. 395-398.
  13. 13. Aufsätze in den Beyträgen zur kritischen Historie der teutschen Sprache, Poesie, und Beredsamkeit.
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