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Friederich Freuen (GND 129491047)


Daten
Nachname Freuen
Vorname Friederich
GND 129491047
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Friederich Freuen in der BSB

Freuen, (Friederich), geboren zu Stettin den 13. Junius 1760, war von seinen Aeltern für den geistlichen Stand bestimmt, und widmete sich daher den Wissenschaften; allein nach seines Vaters Tode gieng er zur Schauspielkunst über, und betrat zum ersten Male die Bühne bei der Königl. Preussenschen privilegirten Wäserschen Gesellschaft, und wählte dazumal gleich das Fach zärtlicher und komischer Väter. Sein zweiter Direktor war Malkomy, mit dem er nach Pohlen gieng; der dritte Felder, und dann Schmettau, mit dem er einen Theil von Sachsen, Thüringen, und das dänische Gebiet durchwanderte. Seine Liebe zur Kunst nahm von Zeit zur Zeit zu, und machte ihn auch brauchbar für die Oper und Ballete. In den achtziger Jahren kam er in des großen Schröder’s Schule, und spielte mit desselben Gesellschaft zu Hanover und Lübeck. Von da begab er sich nach Berlin, wo er den Amtsrath Poll im Schauspiele: das Blatt hat sich gewendet, mit allem Beifalle spielte. Professor Engel hatte ihm daselbst schon ein Engagement zugedacht; als ihm plötzlich der Vater des Karl Döbelins annehmbare Bedingnisse im Namen seines Sohnes, der in Lübeck die Tillische Gesellschaft übernommen hatte, und im Königreiche Preussen privilegirt gewesen, machte, die er auch annahm. Da diese Schauspieler-Gesellschaft das Fach der ersten Väter noch nicht besetzt hatte, so schien dem Frenen dieses sehr vortheilhaft, und er sagte daher zu. Wirklich erreichte er auch da seinen Zweck. Er gefiel sehr in Väterrollen, und erhielt auch großen Beifall in Hillerschen und Dittersdorfischen Opern, die damals an der Tagsordnung waren, im Gesange. Er spielte in denselben den Michel, in der Oper: die Jagd; den Thoms im Aerndekranz; den Amtmann im Rosenfeste; den Sturmwald im Doktor und Apotheker; den Tobias Filz im Hieronimus Knicker u. s. w. Nach fünf Jahren verließ er Döbelin’s Gesellschaft, und untervahm eine theatralische Reise, spielte bei Joseph Seconda, der Dresden und Leipzig bereiste, und kam hierauf zu des Grafen von Fugger Gesellschaft nach Augsburg und Nürnberg. Endlich erhielt er einen Ruf nach Stuttgard, und wurde daselbst bei Haslmeyer’s Gesellschaft Regisseur des Schauspiels, mit der er nach Augsburg, Straßburg und Paris kam, dann aber nach Deutschland sich zurücke begab, und in München 1802 als Franz Bertram im Bruderzwist auftrat, wo er so wohl gefiel, daß er beim Hoftheater angestellt wurde, und sich daselbst noch befindet.


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