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Johann Stephan Kleinknecht (GND 12947553X)


Daten
Nachname Kleinknecht
Vorname Johann Stephan
GND 12947553X
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Johann Stephan Kleinknecht in der BSB

Kleinknecht, (Johann Stephan), des Johann dritter Sohn, zu Ulm den 17. September 1737 geboren, sollte nach dem Wunsche seines Vaters ein Gelehrter werden, daher er ihn zur Schule gehen ließ, und ihm keinen Unterricht in der Musik gab; allein der Junge konnte seiner Neigung, und seinem innern Triebe zur Tonkunst nicht widerstehen, und fieng bei einem Liebhaber der Hausmagd, der zu seiner Unterhaltung die Flöte blies, in geheim an, Unterricht auf diesem Instrumente zu nehmen. Bald übertraf er seinen Meister, und bildete sich dann selbst. Als der Vater dieses plötzlich gewahr worden, war er ungehalten; fügte sich endlich doch, da er wahrnahm, daß sein Sohn die Wissenschaften ganz vernachläßige, und nur für die Musik eingenommen seye, aber eben deßwegen wohl nie als Gelehrter, sondern als Tonkünstler sich in der Welt fortbringen werde. Er schickte ihn also, nachdem er ihm ehevor einige Bildung, besonders im Takte, in der Musik gegeben hatte, zu seinem ältern Sohne Johann Wolfgang i. J. 1750 nach Baireuth, wo ihn der berühmte Flötenspieler Döbbert unterrichtete. In kurzer Zeit spielte Stephan ganz artig Flöten-Konzerte, und bald darauf war er dieses Instruments so mächtig, daß ihn der Markgraf 1754 als Hofmusikus anstellte. Da in der Folge der siebenjährige Krieg in Sachsen ausbrach, verließ der Flautotraversist Götzel, einer der ersten Künstler damaliger Zeit, Dresden, und verweilte sich in Baireuth. Bei diesem wußte sich Kleinknecht zu empfehlen, und sogar dessen Freundschaft zu gewinnen, und dieser Götzel, bildete ihn dergestalt, daß er einer der ersten Flötenspieler geworden. Nun unternahm Kleinknecht i. J. 1766 Reisen nach Rudolstadt, Weimar, Gotha, Braunschweig, Hildburghausen und Coburg, und erwarb sich mit seiner Flöte überall Ehre und grossen Beifall. Meusel’s Miscellen artistischen Innhaltes. Heft XII. S. 334. Christ. Karl Oswald’s Beiträge zu Künstler-Biographien. (Budissin u. Leipz. 1800.) S. 179.


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