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Johann Gottfried von Meyer (GND 100307671)


Daten
Nachname von Meyer
Vorname Johann Gottfried
GND 100307671
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Politik


BSB Johann Gottfried von Meyer in der BSB

von MEYER (Johann Gottfried) Doktor der Rechte; am 1. Mai 1692 zu Baireuth, wo sein Vater Johann Simon Meyer geheimer Kammerrath war, gebohren. Vom 21. Jäner 1704 an besuchte er die Gymnasialklassen, und kam 1707 auf die Universität Halle, wo er sich, vorzüglich unter Thomasius, zum Rechtsgelehrten bildete. Er setzte dann seine juristischen Studien zu Leipzig fort, praktizirte hierauf einige Zeit zu Nürnberg bey dem Reichsritterschaftlichen Konsulenten Joh. Friedr. Schober, und zu Wetzlar am Reichs Kammergerichte, gieng dann nach Giessen, wurde daselbst 1715 Doktor, und 1716 ausserordentlicher Lehrer der Rechte. Im J. 1720 kam er als Hofrath und Kammerkonsulent nach Baireuth, und wurde daselbst 1722 auch Justizrath. Allein im Jahre 1726 erhielt er den Ruf nach Hannover als Königl. Grosbritanischer und Kur-Braunschweig Lüneburgischer Hof- und Kanzleyrath, worauf er seine Entlassung aus den Baireuthischen Diensten nahm, 1727 nach Hannover gieng, daselbst 1729 auch Direktor des Königlichen und Kurfürstlichen Archivs, und 1740 geheimer Justizrath wurde. Er starb am 16. Oktober 1745. Schriften:

Vergl. Strieder Hess. Gelehrten Historie Th. VlII. S. 378. Jennichen unparth. Nachr. von jetztleb. Rechtsgelehrten 1739. S. 134. Götten’s jetztleb. gel. Europa. Th. I. S. 516. Th. II. S. 813. u. Th. III. S. 777. Acla hist. eccles. B. VI. S. 748. Pütter’s Literatur d. teutsch. Staatsrechts Th. I. S. 433. Bougine Handbuch der Lit. Gesch. Th. IV. S. 478. Saxe Onomasticum literarium B. VI. S. 725. Fikenscher’s Beytrag zur Gel. Geschichte S. 175. Fikenscher’s gel. Baireuth B. VI. S. 61--71. Moser’s Lexikon der jetztleb. Rechtsgelehrten 2te A. S. 165--168. Hirsching’s hist. lit. Handbuch B. V. Abth. 1. S. 305--310. Ladvocat’s Handwörterbuch B. III. S. 203.

  1. 1. Diss. decas aphorismorum, ad jurisprudentiae cameralis partem primam. 4. Giess. 1715.
  2. 2. D. inaug. de conflictu statutorum eorumque in exteros valore. ib. eod.
  3. 3. Progr. de inutilitate distinctionis contractuum in reales, literales, verbales, et consensuales. ib. 1717.
  4. 4. Diss. de Doctoratu Lutheri. ib. eod. 5 Bog.
  5. 5. Epistola super paroemia: Juristen böse Christen; in Joh. Ad. Stein diss. super hac materia. 1719.
  6. 6. Commentatio de jure ratihabitionis ex principiis suis explicato, ita, ut in vicem supplementi tractatus Heroldiani possit inservire. 4. Giess. 1720. Lips. 1724. 9 Bog.
  7. 7. Remarques sur l’analyse du traité d’Hannovre. 4. Paris 1726. Steht auch in Rousset recueil historique des acts negotiations memoires et traitez. B. 2. S. 238.
  8. 8. Gesetzmäßige Beantwortung der Frage: ob ein katholischer Landesherr in Teutschland die jurisdictionem ecclesiasticam über die in seinem Lande befindlichen, der Augsburgischen Confession verwandte, Unterthanen zu exerciren befugt sey? 4. Baireuth 1726. Erschien später auch unter dem Titel: Collektion einiger Schriften von der geistlichen Gerichtsbarkeit derer katholischen Landesherren in Teutschland über die in ihren Landen befindlichen evangelischen Unterthanen. 4. Leipz. 1728. [1]
  9. 9. Gesetzmäßige Vertheidigung der Frage u. s. w. 1726.
  10. 10. Betrachtung einiger Umstände bey dem Tode Königs Georg I. Fol. Hannover 1727.
  11. 11. Promemoria oder Gegeninformation in der im J. 1728 sich erhobenen Meklenburgischen Administrationssache. Fol.
  12. 12. Acta Hildesiensia, oder die occasione der zwischen der Domprobstei Hildesheim und der Neustadt Hildesheim vorgewalteten Differentien in den Jahren 1729--1731 von Seite der Stadt publicirte Schriften, worinn zugleich verschiedene Materien von dem Ursprung der Stadt Hildesheim, von dem Monacho Canonicismo, oder wie ferne der Mönchsstand bey den teutschen Cathedral Stiften jemahls gewesen sey? Ingleichen von dem Ursprung der Hildesheimischen Domprobstei, dann von denen alldasigen Stiftspräbenden aus den antiquitatibus ecclesiasticis abgehandelt werden. Fol. Hannover 1731. [2]
  13. 13. Gedanken von der Rechtmäßigkeit des sechsten Zinnsthalers in Teutschland. 4. eb. 1732. Frankf. 1733. Erfurt 1733.
  14. 14. Ada pacis Westphalicae publica, oder Westphälische Friedenshandlungen u. Geschichte, anfahend vom Schluß derer zu Hamburg getroffenen Präliminartractaten bis auf den 1748 zu Münster und Osnabrück errichteten Friedensschluß, in einem, mit richtigen Urkunden bestärkten, historischen Zusammenhang verfasset. Erster Theil, worinnen enthalten, was vom Jahr 1643 bis in den Monath Oktober 1645 zwischen Ihro Röm. Kaiserliche Majestät, dann den beyden Kronen Frankreich und Schweden, ingleichen des H. R. Reichs Kurfürsten, Fürsten u. Ständen zu Osnabrück u. Münster gehandelt worden. Fol. Hannover 1734. 2ter Theil, vom Oktober 1645 bis in den März 1646. ebend. 1735. 3ter Theil, vom April bis zu Ende des J. 1646. eb. 1735. 4ter Th. vom Anfang des J. 1647 bis gegen das Ende. eb. 1735. 5ter Theil, vom Schluß des J. 1647 bis in den Junius 1648. eb. 1735. 6ter Theil, vom Junius 1648 bis zu dem im Jahr 1649 erfolgten Schluß u. Ende des Münster u. Osnabrückischen Friedenscongresses. 1736.
  15. 15. Antwort auf die sogenannte Refutation (Erfurt 1734) der Gedanken über die Rechtmäßigkeit des sechsten Zinnsthalers. 4. Hannover 1734.
  16. 16. Acta pacis executionis publica, oder Nürnbergische Friedens Exekutions Handlungen u. Geschichte, anfahend vom Monath April 1649 bis in den Monath Jul. 1651. Erster Theil. Fol. Hannov. u. Tübing. 1736. 2ter Theil. Leipz. u. Götting. 1738.
  17. 17. Ad. Adami relatio historica de Osnabrugo-Monasteriensi pacificatione, ex autographo auctore restituta, atque actorum pacis Westphalicae testimoniis aucte et corroborata. Lips. 4. 1737.
  18. 18. Abdruck der sämmtl. am K. Reichshofrath ergangenen Conclusorum in causa Freyherrn von Knigge contra Sr. Durchl. zu Sachsen Eisenach u. dero Landstände, in specie den sechsten Zinnsthaler betr. 4. Leipz. 1737.
  19. 19. Instrumenta pacis caesareo-suevicum et caesareo-gallicum er authentico, quod in sanctioribus regni suevici tabulariis adservatur, accuratissime expressa et recognita. Fol. Gött. 1738. Ist auch G. L. Böhmers princip. juris canon. angehängt.
  20. 20. Acta comitialia Ratisbonentia publica, oder Regensburgische Reichstagshandlungen u. Geschichte von denen Jahren 1653 bis 1654 Erster Theil. Fol. Gött. 1738. 2ter Theil. 1740. [3]
  21. 21. Daß die Constitution Kaisers Friedrich II. von Mainz 1235 Teutsch geschrieben, und Gottofredo zu trauen, die Schreibart beym Goldast aber den Zeiten Friedrichs nicht ähnlich, u. also vom Abschreiber geändert sey; in Friedr. Jak. Beyschlags collect. epp. de epocha linquae german. in constitut. imperii publ. Hal. Suev. 1739. n. 10.
  22. 22. Beleuchtung derer zu Regensburg edirten sogenannten Emblematum, wodurch sowohl die neue Edition von Adami historia de pacificatione Westphalica, als die acta pacis Westphalicae verdächtig haben gemacht werden wollen. 4. Hannov. 1739. 2 Bog.
  23. 23. Erste Sammlung allerley zur Erläuterung des teutschen Staatsrechts dienender Urkunden u. histor. Nachrichten; in Wilhelm Friedr. Pistorius amoenitat historico-juridic. Th. 4. S. 1063--1090.
  24. 24. Gründliche Nachricht von dem an die Stadt Lübeck anno 1359 verpfändeten Dominio und Advocatia, oder Herrschaft u. Vogtey Möllen. Fol 1740.
  25. 25. Demonstration, daß die von Lübeck gegen das Judicatum camerale den 18. Jun. 1741 interponirte Revision nach den Reichsgesetzen nicht Statt habe. 1741.
  26. 26. Vorrebe zu H. F. Avemanns vollständigen Beschreibung des Geschlechts der Burggrafen von Kirchberg 1747.
  27. 27. Viele Beyträge zu jurist. von Andern herausgegebenen Dissertationen, dann verschiedene Deductionen und Anmerkungen, welche zum Theil in Pistorii amoenitat. Th. 3. S. 672--677. u. Th. 4. eingerückt worden sind.
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Fußnoten

  1. s. Lipenii Bibl. jurid. B. I. S. 433.
  2. s. Lipenii Bibl. jur. B. I. S. 587.
  3. s. Struvii bibl. juris selecta. ed. 8. S. 713.