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Leonhard Obermayer (GND 102891958)


Daten
Nachname Obermayer
Vorname Leonhard
GND 102891958
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Leonhard Obermayer in der BSB

OBERMAYER (Leonhard) Professor der Medizin zu Ingolstadt; am 5. November 1721 zu Wembding in Oberbaiern gebohren. Nach absolvirter Philosophie begab er sich ins Ausland, um die Arzneywissenschaft zu studieren, und hatte zu Leiden den Dr. Albinus, zu Göttingen den Dr. Haller, und zu Paris den Dr. Winslov zu Lehrern. Im J. 1751 nahm er zu Heidelberg die medizinische Doktorswürde. Nach seiner Zurückkunft in sein Vaterland in eben erwähntem Jahre ernannte ihn Kurfürst Maximilian III. zum ordentl. Lehrer der Anatomie und Chirurgie an der Universität zu Ingolstadt, wo er aber mit einigen ältern, und andern Systemen ergebenen, Aerzten in solche Collisionen kam, daß er schon im folgenden Jahre 1752 das Lehramt aufgab, und mit dem Charakter eines Kurfürstl. Leibarztes nach München gieng, daselbst ein anatomisches Theater errichtete, und jungen Aerzten und Wundärzten Unterricht gab. Im Jahr 1754 ließ er sich bewegen, wieder nach Ingolstadt zu gehen, und seine Professorsstelle an der Universität zu übernahmen. Er verschaffte der dortigen medizinischen Fakultät grosse Celebrität, und war auch als ausübender Arzt berühmt, starb aber in der Blüthe des männlichen Alters, acht und dreissig Jahre alt, am 5. März 1759. Mederer in Annal. Ingolst. acad. und Leveling in hist. chir. anatom. geben von ihm Nachricht. Seine Schriften:

  1. 1. Consideratio anatomico-physiologica venae portae viscerumque secretioni bilis famulantium; cum Heidelbergae pro summis in Medicina honoribus oblinendis publice disputaret. 4. Heidelb. 1751.
  2. 2. Diss. de venae sectione, principali febrium acutarum maxime inflammatoriarum remedio. 4. Ingolst. 1755.
  3. 3. De causa Erysipelatis proxima. ibid. 1757.
  4. 4. De salium natura, divisione et usu. ib. eod.
  5. 5. De malo hypochondriaco. ib. eod.
  6. 6. De cortice Peruviano. ib. 1758.
  7. 7. De inflammatione. ib. 1759.
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